Camping mit Kleinkind in der Wildnis Südafrikas - 5 hilfreiche Tipps

Nachdem wir abends in Johannesburg angekommen waren, holten uns unsere Couchsurfing-Hosts vom Flughafen ab und brachten uns zu ihnen nach Hause. Meine Hosts stellten mir eine gesamte Campingausrüstung samt Zelt zur Verfügung, sprich ich musste von zuhause gar nichts selber mitnehmen, was absolut praktisch war. Unser Ziel war der Nationalpark "Marakele", welcher sich in etwa 3,5 Stunden Autofahrt entfernt, befand. Verbracht haben wir 2 Tage im Park und haben jeweils einen Zwischenstopp pro Fahrt eingelegt. Der Trip in den Park war einfach nur spitzenmäßig und empfehlenswert. Hier folgen 5 Tipps/ Gründe, wieso ihr unbedingt mit eurem Baby im Nationalpark campen solltet: 

1. Gepäck

Hier gilt wieder: Packe nur das nötigste ein!

 

Auf diesen Trip hat mich wieder mein grüner Rucksack, den ich von der "Stadt Wien" bekommen habe, begleitet. 

 

Der Inhalt: 

  • Pyjama langärmlig (Nunu)
  • lange dünne Hose (Nunu)
  • 2 T- shirts (Nunu)
  • dünne Weste (Nunu)
  • kurze Hose (Nunu)
  • 2 paar Socken (Nunu)
  • 10 Stück Windeln (5 pro Tag)
  • Feuchttücher
  • eine Stoffwindel
  • Jogginghose (Mama)
  • T- shirt (Mama)
  • 2 Unterhosen (Mama)
  • 1 Tank - Top (Mama)
  • 1 paar Socken (Mama)
  • Zahnbürsten & Zahnpasta
  • Notfallskit (mit Desinfektionsspray, Verband und Pflaster)
  • 1 Döschen Kokosöl (Allrounder)
  • Haarbürste
  • Gelsenspray (!)
  • ein Handtuch
  • Sonnencreme (Faktor 50) !

Für mich brauchte ich keine extra Hose mit, da ich die vom Vortag nochmal anzog.

2. Gelsen/Mücken - Prävention

Vergesst auf keinen Fall einen Mückenspray mitzunehmen! Vor allem in den Nationalparks gibt es recht viele Mosquitos. Mosquitos sind auch die Überträger von Malaria. Erkundige dich vor deinem Reiseantritt bei einem Tropenarzt bzw. bei der südafrikanischen Botschaft, in welchen Gebieten Malariagefahr herrscht. Im Marakele Nationalpark gab es keine Malariagefahr. In Malariagebieten rät es sich eine Malariaprophylaxe einzunehmen, welche jedoch für Babys und Kleinkinder überhaupt nicht geeignet sind. Ich würde abraten mit Babys oder Kleinkindern diese Gebiete zu besuchen, da oft schon die meisten Erwachsenen sehr schlimm auf die Prophylaxe reagieren. Meine Reiseärztin hat mir auch geraten, nur die Kleidung der Babys/Kleinkinder mit dem Mückenspray einzusprühen. Einen eigenen Spray für Babys gibt es nämlich noch nicht am Markt, bzw. gibt es noch nicht genug Testungen dafür. Achte darauf, dass dein Baby nie direkten Hautkontakt mit Mückensprays hat!

3. So bezahlst du nur 8 Euro für Eintritt inkl. Camping

Da ich, wie schon erwähnt, mit meinen Couchsurfer - Hosts in Marakele unterwegs war, kam uns der Eintritt besonders günstig. Einheimische zahlen viel weniger für Camping und Eintritt, als Touristen. Wir haben insgesamt 38 Euro für 3 Erwachsene, 2 Kinder und ein Kleinkind bezahlt. Kleinkinder unter 2 Jahre bezahlen überhaupt keinen Eintritt. Als wir mit dem Auto zum Eingang gefahren sind, habe ich einfach nicht gesprochen, so haben die Werter angenommen, das ich ebenfalls Südafrikanerin bin und ich habe mir eine Menge Geld gespart. Camping ist sowieso die günstigste Möglichkeit, um in einem Nationalpark zu übernachten. Der Campingplatz war superschön und mitten im Geschehen. Auch die Sanitären Anlagen waren sauber und in einwandfreiem Zustand.

4. Safari mit Mietauto!

Am meisten Tiere sieht man, wenn man selber mit dem Auto unterwegs ist. Es macht viel mehr Spaß und man ist um einiges flexibler, als bei geführten Safaris. Meine Hosts waren schon in den verschiedensten Parks in ganz Südafrika unterwegs und haben die Touristenrouten immer gemieden. Uns sind während unserer gesamten Zeit in Marakele gerade mal 4 Autos entgegengekommen. Die Tiere werden nicht angefüttert und sind somit viel schwieriger aufzufinden. Von den "big five" haben wir zwar nur Rhinos gesehen, jedoch selbst gefunden. Ich habe schon öfter Safaris mit Guides gemacht, jedoch hat mir die mit meinen Hosts bisher am besten gefallen. Wenn man Löwen usw. sehen möchte, rät es sich eine kleinere Game- Farm zu besuchen, welche jedoch viel teurer sind. Für Nunu und mich war es ein Highlight Giraffen und Zebras in freier Wildbahn zu sehen. 

5. Campen im Nationalpark - Trau dich!

Abgesehen von den wilden Tieren, die wir gesehen haben, war das campen im Park an sich schon ein Highlight. In der Nacht hört man ganz viele Tiergeräusche und sieht gelbe Augen im hohen Gras leuchten. Als wir die Kinder schlafen gelegt haben, haben wir den Abend bei einem Barbecue am Lagefeuer ausklingen lassen. Die Fleischqualität ist in Südafrika sehr hoch und Grillen ist am Campingplatz erlaubt. Ein bisschen erschreckt hatte ich mich schon, als mir in der Nacht, auf den Weg zum Klo ein Strauß über den Weg gelaufen ist. Die Insekten an sich sind natürlich um ein vielfaches größer als bei uns. Wichtig ist, dass man ein stabiles, wasserdichtes Zelt mit hat, da es zwischendurch mal geregnet hat. Auch ein Schlafsack ist empfehlenswert, da es je nach Jahreszeit, in der Nacht ziemlich abkühlen kann. 

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