fbpx

Marokko Roadtrip – Teil 2: Chefchaouen, Fez, Safi, Essaouira & Sidi Kaouki

,

Im April 2018 haben wir mit unserem 2,5 jährigen Sohn Nunu einen Roadtrip durch Marokko gemacht. Hier erfährst du sieben wichtige Tipps für deine Marokko Reise mit Kleinkind. Im ersten Blogbeitrag ging es um Marrakech, Casablanca und Rabat. Weiter ging es mit dem Auto weiter von Rabat in die schöne Bergstadt Chefchaouen.

Chefchaouen

chefchaouen

Von Rabat fuhren wir fast 3,5 Stunden weiter in die schöne Bergstadt Chefchaouen. Allein die Fahrt durch die verschiedenen Landschaften war atemberaubend schön. Als wir ankamen, parkten wir das Auto auf einem Parkplatz, der eine Gehminute von unserer Unterkunft entfernt war. Bezahlt haben wir 20 DIR für zwei Tage parken.

Unterkunft

Airbnb: Diesmal haben wir ein günstiges Hotel über Airbnb gebucht. Es hat 14€ pro Nacht gekostet. Der einzige Nachteil war, dass sich Dusche und WC im Untergeschoss befanden und die Stiegen runter recht steil waren. Gegenüber des Hotels befand sich auch ein Kinderspielplatz, der jedoch gerade renoviert wurde.

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten

chefchouen mit kind
  • Medina: Chefchaouen hat uns sehr gut gefallen, da es eher klein und überschaubar war. Man hat sich jederzeit sicher gefühlt und wurde auch kaum von VerkäuferInnen angesprochen. Die Stadt wird auch „die blaue Perle“ genannt, da die Häuser blau bemalt sind. Unbedingt durch die Stadt bummeln. TIPP: Nehmt eine Trage mit. Mit dem Buggy ist es eher mühsam, da viele Stiegen durch die Stadt führen.
  • Schnecken probieren: In der Stadt gibt es mehrere Stände, wo man unter anderem auch Schnecken essen kann. Gegen 15 DIR haben auch wir eine kleine Schüssel probiert. Nunu liebt Schnecken! Beim Schneckenstand haben wir eine Reisende aus Deutschland kennengelernt, die wir dann zufällig auch beim Abendessen getroffen haben. Spontan fuhr sie mit uns am nächsten Tag mit nach Fez. Ich liebe es, neue interessante Leute kennenzulernen!
  • Wanderung zur Moschee oder zum Friedhof: Es gibt eine Wanderung zu der Moschee, die man von der Stadt aus sieht. Der Weg beginnt außerhalb der Medina. Wir sind nur bis zum Friedhof gewandert, was circa eine halbe Stunde mit Fußweg von der Altstadt weg, gedauert hat. Von dort aus hatten wir eine tolle Sicht auf die Altstadt. Bitte nehmt unbedingt eine Trage mit!
  • Marktplatz besuchen: Auf diesem Platz befinden sich oft Kinder, die in der Nähe des Brunnens spielen. Der Platz hat viel Charme und manchmal befinden sich auch Musiker dort. Wenn die Sonne scheint, lohnt es sich, in einer der Cafés etwas zu trinken, während eure Kleinen am Platz herumlaufen können.

Lokal- Tipps

Morisco: Das Restaurant befindet sich am Marktplatz und hat auch ein Obergeschoss, wo man einen tollen Blick auf den Platz hat. Das Essen schmeckt sehr gut und ist auch günstig. Haben für zwei Suppen, zwei Hauptspeisen, Brot und drei Tee insgesamt 14 Euro bezahlt. Auch gefrühstückt haben wir am nächsten Tag dort. Vergesst nicht Tanjines und marokkanische Palatschinken zu probieren! Auch Kindersessel gibt es dort.

FEZ

fez

Nach dem Frühstück fuhren wir gemeinsam mit Sabrina (der deutschen Touristin, die wir getroffen hatten) circa 3,5 Stunden nach Fez. Immer wieder blieben wir stehen, um die Landschaft zu bewundern und dabei frische Orangen zu essen. Gewohnt haben wir diesmal in einer ganz besonderen Unterkunft.

Unterkunft

chefchouen unterkunft

Airbnb: Diesmal haben wir in einem Palast gewohnt, der auf Airbnb vermietet war. Natürlich hatten wir nicht den ganzen Palast für uns, jedoch ein wunderschönes Zimmer. Das Gebäude war einfach unglaublich cool und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Glücklicherweise haben wir sogar eine Familie aus Klosterneuburg (Niederösterreich) kennengelernt, die auch ein Zimmer gemietet hatten. Sie hatten zwei ganz bezaubernde Kinder (8 und 13 Jahre alt), die mit Nunu im Palast- Hof Fußball spielten. Leider haben wir keine Kontaktdaten ausgetauscht! (Falls ihr den Beitrag lest, schreibt mir bitte eine Mail! :D) Geparkt haben wir gleich vor dem Palast, der außerhalb der Medinas liegt. 

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten

medina
  • alte Medina: Unbedingt durch die alte Medina spazieren. Dort gibt es riesige Märkte, wo von Gewürzen bis Kleidung alles verkauft wird. Da viele Leute unterwegs sind, rate ich euch wieder eher die Trage, als einen Buggy mitzunehmen.
  • Essenstipp: Zu Abend gegessen haben wir in einem Rooftop- Restaurant, wo wir eine coole Aussicht auf den Markt hatten. Haben für das Abendessen 140 DIR bezahlt.
  • neue Medina: Am nächsten Tag erkundeten wir die „neue“ Medina. Unbedingt wollten wir Blicke auf eine Gerberei erhaschen. Leider hat der König angeblich verboten, dass Touristen die Gerbereien besuchen dürfen. Daher gibt es Restaurants und Cafés, die damit werben, dass sie Terrassen haben, wo man auf die Gerbereien schauen kann. Das Café, das uns empfohlen wurde, war leider geschlossen, daher irrten wir durch die Stadt, um ein anderes zu finden. Ein einheimischer Mann bemerkte, dass wir etwas suchten und versprach uns, uns zu einem Lokal mit Blick auf eine Gerberei zu bringen. Dafür mussten wir mal 40 DIR Museumseintritt bezahlen. Schon da wusste ich, dass das eine Abzockerei sei. Das Museum hat auch eine erhöhte Terrasse, wo man auf eine Gerberei sehen kann,  jedoch sehr schlecht, da sie viel zu weit weg war… Nachdem er uns dann in ein Ledergeschäft brachte, wo wir was kaufen sollten, lehnten wir dankend ab. Extra Geld bekam er auch keines, weil 40 DIR für das „Museum“ eh schon zu viel war… FAZIT: „Informationen“ in Marokko kosten..

Restaurant- Tipps

  • Essenstipp (alte Medina): Zu Abend gegessen haben wir in einem Rooftop- Restaurant, wo wir eine coole Aussicht auf den Markt hatten. Haben für das Abendessen 140 DIR bezahlt.
  • Frühstückstipp: Der Vermieter unseres Palastes hat auch ein Lokal, was etwas versteckt ist, sich jedoch nur 3 Gehminuten weg von Palast befindet. Von außen ist es eher unscheinbar (wie eine Riad) und man muss anklopfen, um hineinzukommen. Der Garten ist wunderschön und wir haben 70 DIR für uns drei bezahlt. Im Garten stand auch ein Scooter, mit dem Nunu durch die Gegend fahren durfte. Die Kellnerin war superlieb und passte nebenbei auf ihren Baby- Neffen auf, dem wir zum Abschied ein Stofftier schenkten, welches wir in Paris bekommen hatten. Auch Kindersessel sind vorhanden.
  • Café Clock(neue Medina): Dort machten wir eine Teepause. Das Lokal befindet sich ebenfalls auf einem Dach. Man kann natürlich auch drinnen in anderen Etagen sitzen. Lokal ist jedoch eher teurer. Tee kostet dort 15 DIR. Auch Kindersessel gibt es.
  • Cafe am Hauptplatz: An diesem Platz waren wir öfter vorbeigegangen und sahen ausschließlich Männer draußen sitzen. Wir setzten uns auch raus, um einen Café zu trinken und um das Treiben zu beobachten. Nebenan dürfte eine Schule gewesen sein, da viele Kinder an uns vorbeigingen und uns winkten. Zwei Mädchen gingen an Nunu vorbei und gaben ihm ein Bussi auf die Wange. Er hatte nichts dagegen. Die Cafés und der Babychino haben insgesamt 22 DIR zusammen gekostet.

Safi

Von Fez fuhren wir fünf Stunden weiter in das untouristische Safi. Einen Stopp von 30 Minuten machten wir in Rabat am Strand, wo wir ein bisschen im Sand spielten. Abends kamen wir an und parkten unser Auto außerhalb der Medina. Beim Check-in in unserer Riad erklärte uns die Besitzerin, wo wir gratis parken durften und Philip parkte unser Auto um. In Safi gibt es kaum Touristen.

Unterkuft

  • Riad Safi: Ein Zimmer in der supercoolen Riad „Safi“ haben wir für eine Nacht, um circa 34 Euro über booking.com ergattert. Frühstück war bei dem Preis inkludiert. Die Riad ist zentral in der Medina gelegen und sehr kinderfreundlich. Es gibt auch Stifte und Bälle zum Ausborgen. Gegen eine Gebühr von 150 DIR kann man sogar ein „Hamam“ für sich und seine ganze Familie buchen. Leider haben wir zu spät davon erfahren, sonst hätten wir das Angebot sofort in Anspruch genommen. Durch die Besitzerin Chiara hatte ich das Glück, die marokkanische Schule nebenan besuchen zu dürfen. Nunu hat sich einfach in den Unterricht dazusetzen dürfen. TIPP: Bucht direkt über die Website der Riad, da bekommt ihr den Zimmerpreis günstiger!

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten

safi töpfern
  • Töpfern: Chiara von unserer Riad hat uns einen Töpferkurs bei einem „Local“ im „Töpferviertel“ organisiert. Wir hatten viel Spaß daran, unsere eigene „Tajine“ zu kreieren. Nunu wollte es leider nicht ausprobieren.
  • Shoppen: Da viele Töpfe in dieser Stadt produziert werden, lohnt es sich in Safi shoppen zu gehen, da viele Gegenstände viel günstiger sind, als in anderen Städten.
  • Medina: Wie immer solltet ihr durch die Medina spazieren, hier könnt ihr sogar locker mit eurem Buggy herumfahren, da nicht so viele Leute, wie in anderen Städten unterwegs sind.
  • Strand: Auch der Strand liegt ganz nah an der Altstadt.

Restaurants

safi restaurants
  • kleines Restaurant: Wird vom „besten Koch der Welt“ betrieben. Sympathischer Mann, der uns eine frische Fisch- tanjine und eine Nachspeisen Tanjine mit frischen Früchten gekocht hat. Als wir ihn fragten, was es ausmacht, meinte er, dass wir selber den Preis bestimmen dürften. Dankend gaben wir ihm 150 DIR für das BESTE marokkanische Essen auf unserer Reise. Ein absolutes „MUST“, wenn ihr in Safi seid.
  • Fischlokal (einheimisch): Durch Zufall lernten wir einen älteren Fischersmann kennen, der gut Englisch sprach und uns ein bisschen die Stadt zeigte. Er hatte eine Alkoholfahne und rauchte, war jedoch superlieb zu uns. Er brachte uns in ein einheimisches Fischlokal, wo wir Brot, eine Fischplatte, Wasser und Tee konsumierten. Wiedermal keine Preisliste vorhanden. Wir teilten mit dem Mann unserer Essen. Der Besitzer der Lokals wollte 180 DIR (!) dafür haben, da er dachte, dass alle Touristen reich wären. Wir gaben ihm 100 DIR (was auch schon zu viel war) und verließen das Lokal. Wir machten den FEHLER, dass wir Nunu Wasser aus einer geöffneten Wasserflasche gaben, wodurch er sich in der Nacht mehrmals übergab und am nächsten Tag etwas Durchfall hatte. BITTE vergesst nicht, nur Wasser aus Flaschen zu trinken!!! Lernt aus unseren Fehlern. Zum Glück wurde Nunu wieder topfit und hatte kein Fieber. Nach dem Essen brachte uns der Fischersmann zu unserer Riad und fragte, ob wir wir beim Minimarkt Jogurt für seine Tochter und ihm eine Zigarette kaufen würden. Das war für uns in Ordnung. Immerhin hatte er uns die Stadt gezeigt und bettelte nicht um Geld. Der Fisch aus dem Lokal war übrigens super- nur würde ich euch raten einem Preis im Vorhinein auszuhandeln. 

Essaouira

Von Safi setzten wir unsere Reise nach Essaouira, der sogenannten „weißen Stadt“, fort, wo wir jedoch nur ein paar Stunden verbrachten.

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten

  • Altstadt anschauen: Nachdem wir unser Auto außerhalb der Altstadt auf einem Parkplatz geparkt hatten (20 DIR für zwei Stunden), spazierten wir durch die Altstadt. Bei einem Spielzeugstand kauften wir für 30 DIR Sandspielzeug für Nunu und aßen marokkanische Palatschinken. 
  • Strand: In der Altstadt haben wir uns auch noch eine Zuckermelone gekauft, die der Mann am Marktstadt gleich aufgeschnitten hatte. Wir spazierten zum Strand, wo Nunu mit seinen Sandspielzeug spielte und wir die Melone jausneten. Auch einen Spielplatz gibt es auf der Strandpromenade.

Sidi Kaoki

sidi kaoki mit kind

Über einen klapprigen Schotterweg fuhren wir langsam nach Sidi Kaoki. Ich empfehle euch die andere Straße zu nehmen, da auf unsere viele Tiere herumliefen und wir uns nicht so sicher fühlten auf der Route. Man fährt circa eine halbe Stunde nach Sidi Kaoki. 

Unterkunft

sidi kaoki unterkunft

Airbnb: Diesmal haben wir ein Hotel über Airbnb gebucht, was circa 35€ Euro pro Nacht gekostet hat. Leider war kein Frühstück im Preis inbegriffen. Gegen sieben Euro haben wir das Dachterrassenzimmer bekommen, was eine tolle Aussicht auf das Meer hat.

Restaurant/Lokaltipps

  • Imbiss beim Strand: Dort gibt es günstiges und gutes marokkanisches Frühstück. Der Besitzer macht uns auch Tee- to- go, indem er uns die ganze Teekanne mit Minzetee mitgab, die wir ihm am nächsten Tag wieder verlässlich zurückbrachten.
  • Minimarkt: Dort kann man Obst und Brot kaufen.
  • Restaurant: Etwas teurer, jedoch sehr gut. Manchmal wird dort sogar gegrillt.
  • Lokal : Nicht nur Surfboards kann man sich dort ausborgen. Einmal haben wir uns dort ein Mittagessen zu späteren Stunde genehmigt.

Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten

  • Surfen: Der Strand ist ein bekannter Surfing- Spot. Für 150 DIR hat Philip sich für drei Stunden ein Surfbrett hier ausgeborgt, währen dich mit Nunu am Strand gespielt habe.

Heimreise

Die letzte Nacht der Reise haben wir wieder in Marrakesch verbracht. Mehr davon erfährst du hier. Bitte vergiss nicht, mindestens zwei Stunden vor Abflug am Flughafen in Marrakesch zu sein. Die Schlange am Eingang ist dank der Sicherheitskontrollen sehr lang! Was du noch beachten solltest, wenn du nach Marokko reist, kannst du hier nachlesen.

Schreibe einen Kommentar