Gran Canaria mit Kleinkind im Winter

Ehrlich gesagt, waren die Kanaren nie wirklich auf meiner Bucketlist. Bevor ich dort war, dachte ich immer, dass die Inseln von Touristen überschwemmt wären und man hauptsächlich Badeurlaub dort machen kann. Da mir eine gute Freundin jedoch so viel tolles über die Inseln erzählt hat und ich günstige Flüge gefunden hatte, ging es für uns Ende Jänner nach Gran Canaria und von dort aus weiter nach Teneriffa. Mit Kindern wird man auf der Insel sehr herzlich empfangen und man kann auch weniger touristische Plätzchen finden. Im Blogpost habe ich auch unsere Tipps zusammengefasst.

FLüge

Hingeflogen sind wir von Wien über Barcelona nach Gran Canaria mit Vueling. Mit hatten wir nur einen kleinen Handgepäckskoffer, unseren Buggy und eine Tragehilfe. (Wie man zu dritt mit nur einem Handgepäckskoffer verreisen kann, erfahrt ihr hier.) In Barcelona hatten wir einen 5,5 stündigen Aufenthalt, in welchem wir in die Innenstadt gefahren sind, um in meinem Lieblingsrestaurant zu essen. Die Flugzeit von Wien nach Barcelona betrug 2h 20 Minuten. Von Barcelona flogen wir 3h 35 Minuten. Nunu hat auf allen Flügen geschlafen. Da Vueling eine Billig- Airline ist, rate ich euch, Getränke und einen Snack schon vor Ort zu besorgen. 

Wohnen

Gewohnt haben wir diesmal nicht am Meer, sondern sehr zentral in der Hauptstadt "Las Palmas". Gebucht haben wir unser Apartment auf booking.com. Dadurch, dass Karnevalszeit war und wir alles recht spät gebucht haben (ca. 1,5 Wochen vor Anflug), haben wir für 5 Nächte 360 Euro bezahlt. Die Wohnung war sehr schön und geräumig. Es gab ein großes Bett und ein ausklappbares Sofa (falls ihr mit mehreren Kindern anreisen wollt). Leider gab es keine Waschmaschine, daher haben wir erst auf Teneriffa unsere Wäsche gewaschen. (Wer zu dritt, mit einem Handgepäckskoffer reist, muss bei einer fast zweiwöchigen Reise auf jeden Fall einmal Wäsche waschen.) Ich kann die Wohnung auf jeden Fall empfehlen!

Flughafentransfer + öffentliche Verkehrsmittel

Mietwagen: Für uns kam dieses Mal nur ein Mietwagen in Frage, da wir die ganze Insel flexibel bereisen wollten. Da wir erst um 23:30 am Flughafen ankamen, zeigten uns diverse Mietauto- Suchmaschinen online an, dass die Mietwagenschalter schon geschlossen hatten. Dadurch haben wir vorab keinen Mietwagen reserviert. Glücklicherweise hatte doch noch ein Anbieter den Schalter offen, wo wir im Endeffekt 230 Euro für 6 Tage Mietwagen bezahlt haben. Der Kindersitz war kostenlos. Das ist recht teuer für Gran Canaria, wer online bucht spart sich bis zu 100 Euro. Nächstes Mal werden wir uns früher darum kümmern. 

 

Parken: In Las Palmas gibt es Kurzparkzonen, wo man sich beim Automaten Parkscheine holen muss. Etwas außerhalb vom Stadtkern kann man jedoch auch kostenlose Parkplätze finden. Wer sich ausschließlich in Las Palmas aufhalten möchte und nur Tagesausflüge in größere Städte machen möchte, dem würde ich raten auf einen Mietwagen zu verzichten und mit dem Bus zu fahren. Da Karneval war, haben wir einmal abends leider keinen Parkplatz gefunden. Da mussten wir in die Parkgarage fahren, die für einen Tag 14 Euro gekostet hat.

 

Taxi: Ein Taxi vom Flughafen hätte uns circa 35- 40 Euro nach Las Palmas gekostet. Daher kam es uns günstiger gleich ein Mietauto vom Flughafen aus zu nehmen. (Fahrtdauer ca. 20 Minuten)

 

Bus: Der Bus ist mit 2,40 Euro pro Person (Kinder bis 14 Jahre kostenlos) die günstigste Variante, um nach Las Palmas zu gelangen. Leider hatten wir den letzten Bus schon verpasst. Hier findest du den Fahrplan. Mit dem Bus kann man viele größere Städte gut und günstig bereisen. Da wir jedoch flexibler sein wollten, haben wir uns doch für einen Mietwagen entschieden.

Must see/ do

Auf Gran Canaria gibt es viele Städtchen und Spots, die man sich auf jeden Fall ansehen sollte. Aufgrund der Wetterlage war es uns leider nicht möglich zum "Roque Nublo" zu wandern. Wir sind mit dem Mietwagen zu der Wanderroute gefahren, jedoch stürmte es zu sehr. Die Fahrt durch die Landschaft hat sich jedoch gelohnt. Da die Insel nicht besonders groß ist, haben wir in den fünf Tagen sehr viel gesehen. Aufgrund des vielen Regens und des Windes haben wir die Abende im sonnigen Süden ausklingen lassen.

Dunas de Maspalomas

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes sind wir zu den Dünen nach Maspalomas gefahren. Nunu hat es genossen die Sandberge hinunterzurutschen und im Sand herumzuspringen. Auch Kamelreiten wird angeboten. Da wir schon sehr hungrig waren, sind wir dann die Promenade entlang spaziert, um etwas Essen zu gehen. Leider war die Area sehr touristisch.

 

Restaurants:

  • Columbus: Gegessen haben wir eine Meeresfrüchte- Paella für zwei Personen, die 24 Euro gekostet hat. Die Portion war sehr großzügig und hätte für drei Erwachsene gereicht. Kindersessel sind vorhanden. 

Puerto de Mogan

Puerto de Mogan war meine absolute Lieblings- Area. Da es im Norden der Insel zu kalt war, haben wir uns strandmäßig eher im Süden aufgehalten. Dieses Dorf ist das kleine "Venedig" der Insel, da es viele kleine Brücken gibt. Gleich am Strand gibt es einen kleinen Spielplatz, wo viele einheimische Familien unterwegs waren. Oft haben wir die Abende dort ausklingen lassen indem wir uns eine spanische Jause vom Supermarkt (Spar- in etwa fünf Gehminuten vom Strand entfernt) geholt haben. Auf der Promenade befinden sich viele nette Cafes, Shops und Restaurants. Es lohnt sich den Sonnenuntergang dort anzuschauen.

 

Tipp:  Im Dorfzentrum ist Kurzparkzone. Wir haben weiter draußen geparkt (keine Kurzparkzone) und sind mit dem Buggy in die Stadt spaziert.

Puerto las Nieves

Puerto las Nieves ist ein kleines Fischerdorf mit sehr guten Restaurants und Spielplätzen. Die Aussicht auf die Berge ist wunderschön. Hauptsächlich sind wir durch das schöne Dorf spaziert und spielten am Steinstrand. Wer gerne Fisch isst, ist hier genau richtig. Gegessen haben wir in einem sehr guten Lokal mit kinderlieben Kellnern. 

 

Lokaltipp: 

  • Bar- Cafeteria Ragut: Sehr guter Fisch! Tolles Ambiente und kinderliebe Kellner. Haben uns sehr wohlgefühlt. Zwei Hauptspeisen, zwei Getränke, Brot u zwei Mal Kaffee haben wir nur 34, 90 Euro bezahlt. Kindersessel vorhanden.

Vegueta

In Vegueta findet man außer schöner Gebäude und Museen, auch Märkte. Nachdem wir durch die Stadt spaziert sind, haben wir es uns auf einem schönen Platz gemütlich gemacht auf dem das kinderfreundliche Cafe Habana befindet. Dort haben wir uns mit Kaffee und einer warmen Milch (um insgesamt 3 Euro) in die Sonne gesetzt, während Nunu mit anderen Kindern gespielt hat. In dem Cafe gibt es eine große Spielzeugkiste, wo sich Nunu immer wieder Spielzeug geholt hat.

 

Lokaltipps: 

Tipp: Sonntags gibt in der Innenstadt einen kleinen Markt mit selbstgemachten Sachen, welchen wir besucht haben.

Playa des Amadores

Playa des Amadores ist ein schöner Sandstrand im Süden. Da wir sonntags dort waren, war auch recht viel los. An der Promenade gibt es viele Lokale. In Vegueta hat uns ein einheimischer Vater empfohlen, das Restaurant "Ciao, ciao Amadores" zu besuchen. Strandnah gibt es auch einen Spielplatz, der jedoch gerade renoviert wurde.

 

Restaurant: 

Las Palmas

Las Palmas ist die beliebte Hauptstadt der Insel. Da wir gerade zur Karnevalszeit hier waren, haben wir direkt neben dem Hauptplatz gewohnt, um uns die großen Feiern nicht entgehen zu lassen. Zu Karneval gibt es dort viele Essensstände und eine große Bühne, wo viele kostenlose Shows dargestellt werden. Ein tolles Erlebnis!

Must see/do:

  • Parque Doramas: Süßer, kleiner Park mit tollem Spielplatz.
  • Playa las Canteras: Surferspot. Wunderschön um den Strand entlang zu spazieren, um die Surfer zu beobachten. Gibt auch einen süßen kleinen Spielplatz. Wäre es nicht so kalt und windig gewesen, wären auch wir surfen gegangen.

 Für weitere Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail schreiben: jenny@nunu-reist.at

Heute geht es mit dem Auto nach Budapest! 😊