Roadtrip durch Mazedonien mit Kleinkind

Im Mai 2018 haben wir mit unserem Sohn Nunu (damals 2,5 Jahre alt) einen Roadtrip nach Kosovo und Mazedonien gemacht. Mazedonien hat uns mit seiner Vielseitigkeit und Naturschönheit total überwältigt. Glasklare Seen, Quellen und Flüsse machen dieses Land zu einem natürlichen Paradies für Kinder und Erwachsene. Ein Trip, wo man, auch als Familie mit wenig Reisebudget, super über die Runden kommt. Auch der "Massentourismus" hat hier noch nicht Anklang gefunden. Ein Land, das wir jederzeit wieder bereisen würden.

Die Anreise

Angereist sind wir von Bratislava mit dem Flugzeug. Wizzair hat uns sicher nach Skopje gebracht, von wo wir am Flughafen auch unser Mietauto abgeholt haben. Das teuerste an der ganzen Reise war auch das Mietauto. Mehr über die Anreise kannst du im Pristina- Blogpost lesen. 

Ohrid

Von Pristina fuhren wir etwa vier Stunden mit dem Auto nach Ohrid. Kurz vor Mitternacht angekommen, bezogen wir unser zentrales Airbnb.

Unterkunft

Unser Airbnb lag super zentral und war mit 17 Euro (!) die Nacht ein super Schnäppchen. Wir hatten ein eigenes Zimmer und durften den Garten, wie auch die Küche, mitbenutzen. Ein eigenes Badezimmer mit Dusche war auch im Preis inbegriffen. Die Hosts waren unglaublich lieb! Nade, die Besitzerin, schloss unseren Nunu sofort ins Herz. In der Früh machte sie uns mazedonischen Kaffee, tratschte mit uns und spielte mit Nunu. Der Hauskater Zeus war auch immer mit dabei. Abends unterhielten wir uns stundenlang mit ihr und aßen frischen Fisch im Garten. Auch gute Tipps haben uns die Beiden immer gegeben.

Must see/do

Ohrid ist nicht nur für seine 365 (!) verschiedenen Kirchen und seinen See bekannt, es hat noch einiges mehr zu bieten:

  • Ohrid See: Einfach nur wunderschön und riesig! Auf dem See entlang gibt es einige Cafes, Restaurants und Spielplätze. Der See ist glasklar und das Areal um den See wird sehr gut gepflegt, sodass man auch ohne Badeschuhe hineingehen kann (es sind halt viele Steine dort). Um sechs Euro (haben den Preis gut verhandelt) sind wir mit einem Boot- Taxi einmal um die Tsar Samuel Festung herumgefahren und wurden bei einem super Restaurant abgesetzt. 
  • Bay of Bones Museum: Das Museum befindet sich circa 25 Autominuten von der Innenstadt Ohrids entfernt. Wir waren von dem Museum sehr beeindruckt. Es besteht aus kleinen Pfahlhütten, welche am Wasser gebaut wurden, welches den Nachbau eines alten Fischerdorfes darstellen sollen. Nunu hat sich die Häuschen mit großer Begeisterung angesehen. Der Eintritt waren 100 DEN pro Person (Kinder bezahlen nichts). Auch die Aussicht auf den See ist sehr spektakulär! Ein perfekter Zwischenstopp, wenn mann sich St. Noun anschauen möchte. TIPP: Auch  (kostenlose) Toiletten und ein Cafe gibt es dort.
  • Monastery of Saint Naum: Vom Bay of Bones Museum sind wir nach Saint Noun weitergefahren. Dort lohnt es sich eine Bootstour zu den Quellen zu machen. Wir haben für eine private Bootstour circa 15 Euro bezahlt und sie dauerte eine halbe Stunde. Das Wasser ist glasklar und die Gegend wunderschön. Die Restaurants sind leider etwas überteuert.

Lokaltipps

  • Restaurant Kaj Kanevche: leckere Ohrid- Forelle, tolle Location direkt am Meer (sind mit dem Taxi- Bott hingefahren), kinderfreundlich
  • Potpesh Beach: leckerer Kaffee und Strandliegen, direkter Zugang zum Meer
  • Nactpmka 2012:  Fischgeschäft, wo man auch zubereiteten Fisch (günstig) kaufen kann. Haben den Fisch zubereiten lassen und bei unseren Hosts gegessen.

Matkasee

Der Matkasee ist ein Stausee, der sich etwa 30 Minuten (mit dem Auto) entfernt von Skopje befindet. Da wir nicht zwei Nächte in Skopje verbringen wollten, buchten wir ein Airbnb, was sich in der Nähe vom Stausee befand. Von Skopje gelangt man mit dem Bus (Nummer 60), um 2,50 Euro (hin- und retour) in die Nähe des Sees. Von dort muss man circa zehn Minuten zu Fuß gehen. Wir sind mit dem Auto hingefahren und haben gleich einen Parkplatz gefunden. Parken ist kostenlos.

Unterkunft

Gewohnt haben wir in einem Airbnb direkt an einem Fluss im Wald, welches gut mit dem Auto zu erreichen ist. Auch eine Bushaltestelle befindet sich in der Nähe. Wir hatten ein Appartement mit Küche, zwei Doppelbetten und einem Einzelbett in einem Haus. Auch Spielzeug gab es dort und unsere Hosts waren unglaublich lieb. Abends kamen wir zu ihnen in die Wohnung hinauf, redeten und tranken Tee. Auch Angelrouten durften wir uns kostenlos ausborgen.

Must see/do

  • Bootsfahrt zu den Höhlen am Stausee: Die einstündige Bootsfahrt zu den Höhlen hat circa 7 Euro pro Person (Nunu fuhr gratis mit) gekostet. Für die Tropfsteinhöhle empfiehlt es sich eine Tragehilfe mitzunehmen, da es ein paar Stufen gibt und es sehr rutschig drinnen ist. 
  • Canyon- Wanderung: Es lohnt sich den Canyon entlang zu wandern. Wir haben uns eine Angelroute (beim Bootsverleih) kostenlos ausgeliehen und waren ein bisschen angeln. 

Skopje

Skopje war der letzte Stopp unseres Trips. Wir verbrachten nur eine Nacht in der Hauptstadt Mazedoniens. 

Unterkunft

Übernachtet haben wir in einem zentralen Airbnb, das einer lieben Familie gehörte, die das Wochenende davor in Wien verbrachte. Unser Zimmer hatte ein eigenes Bad, ein geräumiges Bett und war sehr modern eingerichtet. Auch den Garten durften wir mitnutzen, wo Nunu draußen herumtobte. 

Must see/do

  • Skopje City Park: Dort befinden sich ein paar Spielplätze und ein begehbares Labyrinth für Kinder. Daneben befindet sich der Zoo, den ich leider gar NICHT empfehlen kann. Der Eintritt beträgt zwar unter einen Euro (für Erwachsene) jedoch sind die Gehege nicht gepflegt und den Tieren geht es nicht gut! Sind nach zehn Minuten wieder gegangen.
  • Alter Bazaar: Unbedingt eines der Kaffees am alten Bazaar besuchen und dort einen Tee trinken gehen. Es gibt eine Lokale, wo man auch draußen sitzen kann.
  • Skopje Fortress Kale: Von dort hat man einen super Ausblick auf die Altstadt und man bezahlt keinen Eintritt.
  • Mazedonische Platz und Altstadt: Die Altstadt Mazedoniens beherbergt viele prunkvolle Statuen, Denkmäler und Brücken. Den Fluss entlang findet man auch einige (leider teurere) Lokale. Unbedingt auch abends dort spazieren gehen, da der Platz wunderschön beleuchtet ist.
  • Skopje City Mall: Da es am letzten Tag geregnet hat, sind wir in die Mall gefahren, da es dort (für wenig Geld) im zweiten Stock einen Indoor- Spielplatz gibt. Sonst ist das Einkaufszentrum nicht wirklich besonders.

Lokaltipps

  • Kantina: Hippes Lokal mit schönen Gastgarten. Ist etwas teurer für mazedonische Verhältnisse, jedoch sehr lecker.
  • Gorki- Cafe: Gemütliches Cafe mit lieben Gastgarten. Haben dort Riesenpalatschinken gegessen. Sehr empfehlenswert.
  • Destan: Bekannt für seine leckeren Chevapchichi.

Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall Mazedonien mit Baby/Kleinkind zu bereisen! Vor allem die Natur gibt hier einiges her. Unsere Highlights waren Ohrid und Matka. Für Skopje würde ich weniger Zeit einplanen. Hoffe, dass meine Tipps euch bei eurer Reiseplanung helfen! :) 

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