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Reykjavik mit Kleinkind: 12 Island-Tipps für Sparfüchse

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Im März 2017 haben wir gemeinsam mit unserem damals knapp 1,5 jährigen Sohn Nunu einen Roadtrip durch Island gemacht. Gestartet und beendet haben wir unsere Island-Reise mit Kleinkind im Gepäck im schönen Reykjavik, der Hauptstadt Islands. Da Island generell zu den teuersten Ländern zählt, gebe ich im Blogbeitrag ein paar Tipps preis, wie du Island am besten „on a Budget“ bereisen kannst. Island mit Kindern ist auf jeden Fall eine Reise wert und muss nicht unbedingt teuer sein!

Flug mit Wizzair von Wien nach Reykjavik

Von Warschau ging es mit der Billigairline „Wizzair„, weiter nach Rekjavik. Bei Wizzair- Flügen sind weder Snacks, noch Getränke im Preis inkludiert, daher empfiehlt es sich schon im Duty-free Store, sich gut damit einzudecken. Abgesehen davon ist nur ein „halbes Handgepäcksstück“, pro Person inkludiert. Gegen Aufpreis von 20 Euro, haben wir ein ganzes Handgepäcksstück schon online dazugebucht. Somit sind wir mit einem Handgepäckskoffer, einem Rucksack und unserem Buggy verreist. 

Der Flughafentransfer

Der günstigste Weg vom Fluhafen nach Reykjavik erfolgt mit dem Flybus. Der Bus fährt einmal stündlich und kostet 2.500 Isk pro Erwachsenen. Kinder bis 11 Jahre fahren gratis und ab 11 Jahre zahlen sie nur 50% des Vollpreises. Für 3.000 Isk fährt dich der Bus sogar bis vor die Hoteltür. Ich rate euch ab, ein Returnticket zu kaufen, da die meisten Autovermietungen euch gratis Flybustickets für bis zu 2 Personen zur Autovermietung dazuschenkt. Da unser Guesthouse nur 5 Gehminuten vom Busbahnhof entfernt war, haben wir auch dort unser Auto abgeholt.

Auto mieten

Überlegt euch gut, für welchen Zeitraum ihr das Mietauto wirklich braucht. Das spart euch eine Menge Geld. Da wir am Montag, um 1 Uhr früh in Reykjavik angekommen waren, haben wir erst ab Dienstag das Auto gemietet. Montags haben wir uns Reykjavik angeschaut und das Auto wäre nur vor der Tür herumgestanden. Zurückgegeben haben wir es am Sonntag, um 8 Uhr in der Früh und uns damit wieder einen Tag gespart. Ihr solltet euch unbedingt ein stabiles Auto mieten, da es öfter gepflasterte Straßen gibt und es auch heftige Schneestürme geben kann. Wir hatten einen neuen VW Passat mit Spikes. Für 5 Tage hatte uns der Mietwagen, mit unbegrenzten Kilometer, 320 Euro gekostet.

Babyschale und Kindersitz?

Wenn ihr ein Baby habt, welches noch die Babyschale braucht, würde ich diese auf jeden Fall von zuhause mitnehmen. Am besten nimmt ihr die dazu passenden Adapter für euer Kinderwagengestell mit, da spart ihr euch das Ausborgen einer Babyschale. Einen Kindersitz würde ich mir auf jeden Fall vor Ort ausborgen, dies kostet bei jeder Autovermietung, unterschiedlich viel Geld. Wir hatten viel Glück mit unserem Vermieter, da dieser uns den Kindersitz, um 40 Euro statt 80 Euro, vermietet hat. Falls ihr mehr als 2 Wochen unterwegs seid, würde ich euch raten ein Kindersitz, vor Ort, bei einem Secondhand- Shop, zu kaufen. Mehr Tipps bzgl. „Kindersitze auf Reisen“ findest du im dazu passenden Blogbeitrag.

Kocht selber: Günstige Supermärkte in Island

Auch wenn die Restaurants schon von außen superlecker aussehen, würde ich so viel wie möglich selber kochen. Salzburgerinnen, welche wir in unserem Guesthouse kennengelernt hatten, haben 15 Euro pro Pizza bezahlt. Wir waren so clever und hatten schon in Warschau Nudeln und Gewürze eingekauft, da auch die Lebensmittel in Island, viel teurer sind. Die günstigste Supermarktkette Islands heißt „Bonus“ und hat ein Schweinchen, als Logo. Es gibt auch einen Bonus in der Innenstadt, welcher gut zu Fuß erreichbar ist. Die Lebensmittel der Eigenmarke sind halbwegs leistbar. 

Hot Dog essen

Island ist bekannt für seine superleckeren Hot Dogs. Es gibt verschiedene Hot Dog – Stände und auch an Tankstellen werden diese verkauft. Ein Hot Dog kostet im Schnitt zwischen 4 und 5 Euro und ist daher ein halbwegs günstiger Snack. Hier findet ihr den Hot Dog Stand in Reykjavik „The Hot Dog Stand“ und hier der zweite in Selfoss „Pylsuvagninn“

Free walking tour!

Sogar in Reykjavik gibt es meine geliebten Free Walking tours. Diese dauern zw. 1,5 und 2 Stunden und sind, wie der Name schon sagt, kostenlos. Man gibt am Ende lediglich ein Trinkgeld seiner Wahl. Auch diesmal war der Guide sehr kinderfreundlich und die Tour informativ. Ich kann sie nur jedem empfehlen, um einen guten Überblick über Reykjavik zu bekommen. 

Kindercafé und Waschsalon

Da wir einen Tag in Reykjavik verbrachten, an welchem es sehr kalt war, machten wir uns auf die Suche nach einem Kindercafé. So kehrten wir im „Laundromat Café“ ein, eine Mischung aus Waschsalon und Kindercafé. Die Preise sind gesalzen, daher haben wir nur Getränke ( Milch für Nunu, Cola light und ein Bier) bestellt, die uns insgesamt 12 Euro (für uns drei) gekostet haben. Dafür kann man sich von einem Wasserspender kostenlos Leitungswasser nachholen. Der Spielbereich befindet sich im Keller des Cafés und hat eine Menge an Spielzeug und Büchern zu bieten. Wir haben insgesamt drei Stunden dort verbracht, da wir eine liebe Familie mit zwei Kindern aus Nordamerika kennengelernt haben. Ein Besuch im Laundromat zahlt sich auf jeden Fall aus!

Tipp: Da wir immer nur zu viert mit einem Handgepäckskoffer verreisen, ist das Laundromat-Café ideal für Reisende, die unterwegs auch mal Wäsche waschen müssen!

Wie wärs mit einer „Appy“- Hour ?

Diejenigen unter euch, die sich ein günstiges lokales Bierchen gönnen wollen, sollten sich unbedingt die „Appy Hour“ – App runterladen. Dort sieht man, wann in welchem Lokal gerade „Happy Hour“ stattfindet. Da bis 1989 Bier trinken in Island verboten war, gibt es auch heute kein Bier im Supermarkt zu kaufen. Man bekommt es ausschließlich in Lokalen und „Liquor“-Stores.

Fisch essen – ein absolutes „Must“

Fischliebhaber sind in Island genau richtig! In Relation zu einer Pizza, die im Lokal durchschnittlich 15 Euro kostet, war das Restaurant, indem wir uns leckeren Fisch gegönnt haben, ganz okay. Fischburger, Lachsburger, ein Lightbeer und eine heimische Limonade um ingesamt 65 Euro. Ein Vorteil an isländischen Restaurantbesuchen ist, dass es unhöflich ist Trinkgeld zu geben. Das Lokal „Messinn“ ist geräumig, der Service super und es gibt sogar Kinderhochstühle. Wichtig ist, dass ihr unbedingt schon am Vortag reserviert, da die Restaurants, vor allem abends, schnell ausgebucht sind!

Café und Bücher über den Dächern Reykjaviks

Wer gerne Bücher stöbert und dabei leckeren Kaffee genießen möchte, sollte unbedingt die Buchhandlung Eymundsson Austurstræti besuchen. Im obersten Stock befindet sich das Café, in welchen man drinnen oder draußen sitzen kann. Es ist Selbstbedienung und hat Starbucks ähnliche Preise. Das Personal ist sehr kinderfreundlich und es gibt genug Platz, sodass die Kinder herumlaufen können oder sich Bücher aus der Kinderabteilung anschauen können. Die Buchhandlung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn du in Reykjavik bist!

Isländische Lammsuppe mit kostenlosem Refill

Wenn einen der Hunger am Golden Circle plagt, sollte man sich unbedingt im Touristen- Restaurant beim Gullfoss eine Lammsuppe gönnen. Sie kostet 12 Euro, aber man kann so oft nachholen, wie man möchte. Brot mit Butter ist außerdem dabei inbegriffen. Für Island ein günstiges Mittagessen mit netter Bedienung und genügend Kindersesseln. Ein guter Zwischenstopp, um seinen Hunger zu stillen.

Fazit: Reykjavik mit Kindern

Reykjavik mit Baby, Kleinkind und Kind ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Da die Stadt sehr klein ist, reichen 1-2 Tage auf deiner Island-Reise völlig aus, um die Stadt besser kennenzulernen. Die erwähnten Spartipps im Beitrag helfen dir auf jeden Fall, etwas Geld auf deiner Island-Reise zu sparen.

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