Beijing, auch bekannt als Peking, war der erste Stopp auf unserer China Reise im Juli und hat uns als Familie sofort begeistert. Die Hauptstadt Chinas beeindruckte uns trotz der vielen Menschen, vor allem die Hilfsbereitschaft der Einheimischen und ihre Neugier auf unsere Kinder, besonders auf Baby Baozi, machten den Start in unsere Sommerferien-Reise noch angenehmer. Auch mit Kindern gibt es viele spannende und familienfreundliche Aktivitäten zu entdecken. Peking bietet sich ideal als Start für deine China Rundreise mit Kindern an. In diesem Beitrag findest du unsere besten Tipps für Peking mit Kindern, basierend auf unserer Reise im Hochsommer.
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Anreise nach Peking: Vom Flughafen in die Stadt
Nach unserer Ankunft in Beijing sind wir direkt zur Chinesischen Mauer aufgebrochen. Die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum dauert etwa 40 Minuten mit dem Airport Express, der 25 Yuan pro Erwachsenen kostet. Von dort ging es weiter mit der U-Bahn und anschließend mit dem Taxi bis zu unserem Guesthouse in der Nähe des Mauerabschnitts Huanghuacheng.

In Peking sind wir fast ausschließlich mit der U-Bahn unterwegs gewesen. Mehr Infos dazu findest du im Reiseplanungsbeitrag China mit Kindern.
Kinderwagen in Peking – Ja oder Nein?
Auch mit unserem Reisebuggy sind wir in Peking und generell in China gut zurechtgekommen. Die U-Bahn- und Zugstationen sind sehr groß und haben mehrere Ausgänge, oft auch mit Aufzügen. Manchmal haben wir diese jedoch nicht gefunden und mussten unser Baby samt Buggy die Stufen hinauftragen.

Da die Wege in der Stadt oft weit sind, lohnt sich die Mitnahme eines Reisebuggys oder Kinderwagens in Peking auf jeden Fall. Für eine Reise nach China mit Baby oder Kleinkind ist das sehr hilfreich. Zusätzlich hatten wir auch eine Babytrage mit dabei.
Kinderfreundliche Hotels & Unterkünfte in Peking mit Kindern
In Peking haben wir überraschend günstige und familienfreundliche Unterkünfte gefunden, obwohl die Stadt zu den teuersten in China zählt. Während unseres Aufenthalts haben wir in drei verschiedenen Unterkünften gewohnt. In einem Guesthouse bei der Chinesischen Mauer, in einem Apartment in der Innenstadt und in einem Hotel in Flughafennähe. Alle drei können wir für einen Aufenthalt mit der Familie sehr empfehlen.
Familienfreundliches Guesthouse bei der Chinesischen Mauer
Unser Aufenthalt im Encounter Hostel war ein Highlight unserer Reise. Für etwa 60 Euro pro Nacht, inklusive Frühstück, hatten wir ein komfortables Familienzimmer für fünf Personen. Das Guesthouse bot traditionelle chinesische Zimmer und besonders freundliche Gastgeber.

Ein besonderes Erlebnis war der kostenlose Sachet-Workshop am ersten Abend. Dabei haben unsere Kinder gemeinsam mit unserer Gastgeberin kleine Duftsäckchen genäht. Im Guesthouse gab es außerdem ein Restaurant, in dem wir sowohl zu Mittag als auch am Abend gegessen haben.


Abends wurden unsere Kinder mit dem Film „Kung-Fu-Panda“ auf einer Leinwand im Garten überrascht, eine willkommene Abwechslung nach einem langen Tag. Am 2. Tag haben wir einen Dumpling-Workshop besucht, wo unsere Hosts mit den Kindern chinesische Dumplings zubereitet haben.

Zentrales Apartment in Peking mit Spielplatz
Um Beijing besser erkunden zu können, haben wir für die zweite Nacht ein zentrales Apartment in Peking mit Kindern genommen. In dem Wohnblock wohnen viele internationale Familien und es gibt sogar einen Spielplatz und einen Tennisplatz in der Anlage. Besonders praktisch war, dass die U-Bahn-Station nur wenige Minuten entfernt lag. Nunu und MC haben sich das Bett am Fenster geteilt, während Baozi zwischen uns geschlafen hat. Das Apartment hatte außerdem eine kleine Küche.

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Hotel Beijing Airport: Hotel mit gratis Flughafenshuttle und Pool
Falls du ein Hotel in der Nähe des Flughafens in Peking suchst, kann ich dir das CITIC Hotel empfehlen. Wir haben dort eine Nacht verbracht und den kostenlosen Flughafenshuttle genutzt, der uns am nächsten Morgen pünktlich zum internationalen Flughafen gebracht hat. Das Hotel liegt nur etwa zehn Fahrminuten entfernt, hat einen eigenen Pool und viele Restaurants in der Umgebung, in denen wir sehr gut zu Abend gegessen haben

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Die Chinesische Mauer mit Kindern entdecken
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur Chinesischen Mauer, die wir nach einem etwa 30-minütigen Spaziergang erreichten. Der Weg ist auch mit Buggy gut machbar, wir haben ihn jedoch am Eingang abgestellt und für die Mauer selbst die Babytrage genutzt. Trotz hoher Luftfeuchtigkeit von rund 85 Prozent und strahlendem Sonnenschein bei 33 Grad haben wir eine dreistündige Wanderung geschafft. Besonders stolz waren wir auf unsere vierjährige Tochter MC, die den ganzen Weg selbst gegangen ist.

Der Abschnitt Huanghuacheng hat uns mit seinem See besonders beeindruckt, auch wenn wir dort nicht Boot gefahren sind. Sonnencreme, Hüte und viel Wasser waren unbedingt notwendig. Die Tickets haben wir direkt vor Ort gekauft. Zum Zeitpunkt unserer Reise kostete ein Erwachsenenticket 60 Yuan und ein Ticket für Kinder ab sechs Jahren 30 Yuan. Jüngere Kinder hatten freien Eintritt.

Am Abend kehrten wir ins Hostel zurück, nahmen an einem Dumpling-Workshop teil und genossen danach eine Teezeremonie im Gastgarten, gefolgt von einer Runde Federball. Ein rundum gelungener Tag.

Kinderfreundliche Einkaufszentren (Malls) besuchen
Nach zwei Nächten außerhalb des Stadtzentrums zogen wir in ein kleines, zentrales Apartment um. Da die Fahrt dorthin etwa drei Stunden dauerte, verbrachten wir die Zeit in einer Mall, wo wir eine Drohne für unsere nächste Reise in die Mongolei kauften. Außerdem entdeckten wir unsere Lieblingscafé-Kette „Manner“ in einer Mall. Hier ein paar Einkaufszentren mit Indoor-Spielplätzen in Peking, die wir besucht haben:

Besuch der Verbotenen Stadt
Am vierten Tag unseres Aufenthalts besuchten wir die Verbotene Stadt. Da die Online-Tickets schon Monate im Voraus ausgebucht waren, versuchten wir unser Glück direkt vor Ort und nach weniger als 20 Minuten Wartezeit bekamen wir tatsächlich Tickets. Die Verbotene Stadt, eine der Hauptattraktionen Chinas, war trotz des großen Andrangs absolut beeindruckend.

Für Nunu und MC wurde der Besuch zu einem echten Highlight, da sie Prinzen- und Prinzessinnenkostüme ausleihen und sich schminken lassen konnten. Baby Baozi war im Buggy mit dabei, was sehr praktisch war, da die Wege in der riesigen Palastanlage sehr weit sind.

Die Verbotene Stadt ist trotz der Menschenmengen unbedingt sehenswert. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings, dass unsere Kinder ständig unerlaubt fotografiert wurden.
Kunstviertel 798
Am letzten Tag in Beijing, bevor wir mit dem Nachtzug nach Suzhou weiterreisten, verbrachten wir den ganzen Tag in der Stadt. Gleich am Morgen begann es stark zu regnen, deshalb haben wir den Vormittag im Kunstviertel 798 verbracht. Dort gibt es zahlreiche Museen, Galerien, Shops und hippe Cafés. Besonders spannend für die Kinder war ein kinderfreundliches Museum, in dem gerade eine interaktive Dinosaurier-Ausstellung gezeigt wurde.

Massage in Peking (mit Kindern)
Sehr zu empfehlen ist es, sich in China eine Massage oder eine TCM-Behandlung zu gönnen. Unterwegs mit drei Kindern, darunter ein Baby, dachten wir anfangs, dass wir kaum die Möglichkeit hätten, uns beide gleichzeitig massieren zu lassen. Zum Glück wurden wir eines Besseren belehrt. Die Fußmassagen, die wir bekommen haben, waren nicht nur großartig, sondern wir durften unsere drei Kinder einfach mit in den Raum nehmen. Dort gab es kostenlose Früchte, Snacks und Getränke und für dies Kinder wurde sogar ein großer Fernseher eingeschaltet. So familienfreundlich hatten wir es nicht erwartet.

>> Hier der Standort vom Massagezentrum
Fazit: Lohnt sich Peking mit Kindern und Baby?
Absolut. Beijing war für uns ein großartiger Start und Abschluss unserer Reise durch China. Trotz Großstadttrubel war vieles mit Kindern entspannt machbar. Die Mischung aus chinesischer Kultur, gutem Essen, Kinderfreundlichkeit und Naturerlebnissen wie der Großen Mauer hat uns besonders gut gefallen.
Nunu fand die Verbotene Stadt am spannendsten, MC liebte das Kostümieren und für Baozi waren die Indoor-Spielplätze in den Malls das Highlight. Und wir Eltern? Für uns waren es die Dumplings, die Workshops und die herzliche Gastfreundschaft.
Wichtig zu bedenken sind die weiten Distanzen, auf der Karte wirkt vieles deutlich näher, als es tatsächlich ist. Unsere China-Rundreise mit Kindern war insgesamt spitze. Selbst mit einem sieben Monate alten Baby zahlt sich eine Reise nach China aus.
Weiterführende Artikel
>> China-Rundreise mit Kindern: Die besten Vorbereitungstipps
>> China mit Kindern: Unsere Reiseroute für 2 Wochen


