Sansibar mit Kindern war für uns der perfekte Abschluss unserer Ostafrika-Reise. Wir waren mit unseren drei Kindern unterwegs, darunter Baby Baozi im Kleinkindalter, und es war einfach ein richtig schöner Abschluss einer abenteuerlichen Reise. Die Stimmung auf der Insel ist entspannt, das Meer warm und die Strände ideal für Kinder. Auch mit Baby oder Kleinkind lässt sich die Insel super bereisen, weil die Distanzen kurz sind und viele Unterkünfte, Pools sowie schattige Bereiche haben. In diesem Beitrag findest du unsere komplette Reiseroute, Tipps zur Anreise und jede Menge Erfahrungen für deinen eigenen Sansibar Urlaub mit Kindern.
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Anreise nach Sansibar mit Kindern
Es gibt zwei Möglichkeiten, um nach Sansibar zu reisen, entweder mit dem Flugzeug oder mit der Fähre. Hier sind die zwei Anreisemöglichkeiten im Überblick:
Anreise mit dem Flugzeug
Der internationale Flughafen auf Sansibar heißt Abeid Amani Karume International Airport und wird unter dem Code: ZNZ geführt.

Nach Sansibar fliegen mehrere Airlines, oft mit einem Zwischenstopp. Diese Verbindungen sind für Familien am gängigsten:
Internationale Airlines, die Sansibar anfliegen:
- Ethiopian Airlines über Addis Abeba
- Qatar Airways über Doha
- Emirates bzw. FlyDubai über Dubai
- Turkish Airlines über Istanbul
- KLM über Amsterdam und weiter mit Partnerfluglinien
- Oman Air über Muscat
- Kenya Airways über Nairobi
- Precision Air über Dar es Salaam
- Swiss/Lufthansa teilweise mit Partnern über Addis Abeba oder Doha
Lokale & regionale Airlines von Sansibar nach Kenia
Von Sansibar sind wir weiter nach Kenia geflogen, da unser Heimflug von dort aus startete. Hierfür haben wir eine lokale Fluggesellschaft genutzt. Gut zu wissen ist, dass es auch am Sansibar-Flughafen, gleich neben dem internationalen Terminal, einen gibt, wo die Local Airlines wegfliegen. Der Terminal ist nicht so schön wie der Internationale und wir haben auch Boardingpässe ohne fixen Sitzplatz bekommen. Wir sind übrigens mit der Airline Flightlink geflogen, was relativ unkompliziert war. An Board gab es sogar kostenloses Wasser, Eis, Schokolade und eine wunderschöne Aussicht auf den Kilimanjaro. Der Flug hat uns 472 Euro zu fünf gekostet.

Anreise mit der Fähre von Dar es Salaam nach Sansibar mit Kindern
Die praktischste Anreise von Dar es Salaam nach Sansibar ist mit der Fähre, da man sich so die Flughafentransfers erspart. Die Fähre fährt direkt von Dar es Saalam nach Stone Town und die Fahrt beträgt circa 1 h 20–1 h 45 je nach Wellengang. Die beiden größten westlichen Fährenanbieter sind Fast Ferries und Azam Marine. Tickets können online oder am Hafen vor Ort gebucht werden. Die Preise hängen von der Klasse ab. Auch Kinder bezahlen schon für die Fähre!
Da wir keine persönlichen Erfahrungen damit gemacht haben, kann ich auch nicht mehr über die Fährenüberfahrten berichten.
Unsere Anreise nach Sansibar mit Kindern
Unsere Route führte von Kigali über Addis Abeba nach Daressalam und von dort weiter nach Sansibar. Die Flüge für uns fünf kosteten 730 Euro. Vom Flughafen sind wir ganz entspannt mit dem Dalla-Dalla nach Stone Town gefahren. Klassischer Backpacker-Stil und mit Kindern überraschend unkompliziert. Alternativ kannst du dir auch ein Taxi nehmen, was natürlich bequemer, aber deutlich teurer ist. Für Familien, die mit Baby oder Kleinkind reisen, ist beides möglich.

Eigentlich wären wir von Ruanda über Addis Abeba weiter nach Daressalam (Tansania-Festland) geflogen und von dort am nächsten Morgen mit der Fähre weiter nach Zanzibar. Da unser Flug verspätet war, hatten wir unseren Anschluss verpasst und so auf Kosten der Airline Ethiopian Airlines einen kostenlosen Aufenthalt in Addis Abeba erhalten und wurden auf den nächsten Flug direkt nach Sansibar umgebucht. Glück im Unglück! Zum Glück reisen wir immer so spontan.
Transportmöglichkeiten auf Sansibar: Dalla Dalla und Taxi
Auf Sansibar mit Kindern gibt es mehrere Möglichkeiten, sich als Familie fortzubewegen. Wir waren selbst überwiegend mit dem Dalla-Dalla und dem Taxi unterwegs und fanden die Mischung ideal. Hier die wichtigsten Optionen im Überblick, kurz erklärt und getestet:
Dalla-Dalla: Sansibar mit lokalen Minibussen bereisen
Die günstigste und authentischste Art zu reisen. Dalla-Dallas sind offene Minibusse, die überall auf der Insel fahren. Sie sind super billig, aber oft voll und eher abenteuerlich. Für kurze Strecken ist es ein cooles Erlebnis, für längere Fahrten mit Baby würde ich es nur empfehlen, wenn ihr Lust auf Backpacker-Feeling habt.

Taxis
Die bequemste und familienfreundlichste Variante. Taxis sind überall verfügbar, relativ preiswert und perfekt, wenn man mit Baby oder Kleinkind unterwegs ist. Viele Unterkünfte organisieren verlässliche Fahrer, die fixe Preise anbieten und Kindersitze auf Anfrage zur Verfügung stellen. Wir haben unsere Taxifahrer auf der Straße angequatscht. UBER und Co. gibt es übrigens auf der Insel nicht.

Mietwagen
Prinzipiell möglich, aber die Straßen auf Sansibar sind holprig und die Beschilderung oft schlecht. Mit Kindern kann das schnell stressig werden. Wir haben darauf verzichtet und würden einen Mietwagen nur empfehlen, wenn man viel Unabhängigkeit möchte und unbedingt Fahrten im Dunkeln vermeiden.
Reiseroute: Urlaub auf Sansibar mit Kindern
Wir haben eine Nacht in Stone Town verbracht und sind anschließend für drei Nächte mit einem Dalla Dalla nach Paje weitergereist. Perfekt, um sowohl Kultur als auch Strandleben auf Sansibar mitzunehmen. Nach unseren Tagen in Paje ging es mit dem Taxi zum Flughafen und anschließend weiter nach Nairobi.
Stone Town mit Kindern
Nach unserer Ankunft am Flughafen sind wir mit dem Dalla Dalla weiter nach Stone Town, der Altstadt von Sansibar, gefahren, wo wir in unsere zentrale Unterkunft eingecheckt haben. Den Nachmittag haben wir damit verbracht, durch die schönen Gassen zu schlendern und abends den Markt zu erkunden. Die historischen Gebäude sind sehr beeindruckend. Nachdem wir auf unserer Ostafrika-Reise kaum Touristen gesehen hatten, war Sansibar genau das Gegenteil. Vor allem haben wir viele Kinder gesehen. Auch abends haben wir uns sehr sicher gefühlt, wo Stone Town nochmals andere Vibes ausstrahlt.



Unsere Unterkunft lag zentral in der Altstadt und hatte Frühstück inkludiert. Nicht unbedingt günstig, aber für eine Nacht ideal, weil man alles zu Fuß erreicht. Wir haben Streetfood gekostet, Chapati probiert, in schönen Cafés entspannt und uns durch den Markt treiben lassen. Ein kleines Highlight war das Freddie-Mercury-Museum, das vor allem Nunu spannend fand. Stone Town ist wuselig und lebendig, aber mit Baby oder Kleinkind gut machbar, solange man auf den Verkehr achtet.
Vom Zentrum ging es weiter nach Paje. Statt eines Taxis um 40 USD haben wir uns wieder für das Dalla-Dalla entschieden und haben nur 5 Euro für uns alle gezahlt. Eine coole Erfahrung.
Unsere Unterkunft: Hello Rafiki House Sehr einfach aber gutes Frühstück & Gechillt haben wir im Tembo House Hotel, da es einen Pool hatte.
Empfohlene Nächte: 2-3 Nächte
Paje mit Kindern entdecken
In Paje haben wir zuerst in einem Strandresort mit großem Pool direkt am Meer gewohnt. Mit 102 Euro pro Nacht war das unsere teuerste Unterkunft auf der Reise. Als der Pool defekt war, bekamen wir eine Nacht erstattet und wechselten in ein günstigeres kleines Resort mit Pool und Frühstück für 80 USD pro Nacht. Nicht direkt am Meer, aber eine super liebe Besitzerin und kinderfreundlich.


Paje ist für Familien richtig angenehm. Breite Strände, flaches Wasser, jede Menge Kitesurfer zum Zuschauen und endlich wieder andere Reisefamilien. Wir sind viel geschwommen, haben gut gegessen und haben die entspannte Atmosphäre richtig genossen. Ideal auch für Babys, weil alles flach und übersichtlich ist.


Unsere Unterkunft: Jambo Resort by Mambo Hotels & Amani Hotel Paje
Empfohlene Nächte: 3-5 Nächte oder länger, wenn du gerne Strandurlaub machst oder Kitesurfen möchtest!
Weiterreise und Rückflug von Sansibar
Vom Hotel sind wir mit dem Taxi zum Flughafen für 35 USD gefahren. Der Rückflug kostete 472 Euro und brachte uns nach Nairobi, wo wir noch eine Nacht verbrachten, bevor es über Abu Dhabi zurück nach Wien ging.
Kosten für Sansibar mit Kindern
Sansibar ist grundsätzlich günstiger als viele andere Inseldestinationen. Das Dalla-Dalla kostet fast nichts, Taxis sind moderat und das Essen ist ebenfalls erschwinglich, wenn man nicht direkt in großen Resorts isst. Unterkünfte variieren je nach Lage, aber es gibt viele Optionen für jedes Budget. Für uns war Sansibar ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Praktische Tipps für Sansibar mit Baby, Kleinkind und Schulkindern
Mit Baby musst du dir wegen Windeln und Babynahrung keine Sorgen machen, vieles bekommst du vor Ort. Wir hatten unsere Trage fast täglich im Einsatz, weil manche Wege für den Buggy zu sandig waren. Sonnencreme, UV-Shirts und ausreichend Wasser sind wichtig, da die Sonne stark ist. Restaurants sind generell kinderfreundlich und an Familien als Gäste gewöhnt.
Für die Reiseapotheke solltest du das Wichtigste dabei haben, denn Apotheken sind zwar vorhanden, aber nicht überall gleich gut ausgestattet. Transport funktioniert mit dem Taxi oder dem Dalla-Dalla und ist auch mit Baby möglich.
Lass dich vor deiner Sansibar-Reise unbedingt reisemedizinisch beraten, da es auch ein Malariagebiet ist.
Praktisch ist auch, dass die Zeitverschiebung zu Europa nur eine Stunde ist, sodass es ein super Reiseziel für einen kürzen Aufenthalt ist (kein Jetlag).
Fazit: Lohnt sich Sansibar mit Kindern?
Für uns eindeutig ja. Sansibar mit Baby, Kleinkind und auch Schulkindern war der perfekte Ausklang unseres Ostafrika-Abenteuers. Die Strände sind wunderschön, die Menschen freundlich und die Atmosphäre entspannt. Du kannst hier locker 1-2 Wochen verbringen, je nachdem, wie viel du sehen willst und wie viel Strandzeit ihr einplanen möchtet. Sansibar ist ein richtig cooles Familienziel und wir würden jederzeit wiederkommen.


