Ostkanada mit Kindern im Indian Summer zu bereisen war eine unserer schönsten Familienreisen. In den Herbstferien 2024 sind wir zehn Tage lang mit unseren drei Kindern Nunu (9 Jahre), MC (5 Jahre) und Baby Baozi (10 Monate) im Mietwagen rund 2.800 Kilometer durch Ost-Kanada gefahren, von Toronto über die 1000 Islands und Québec City bis zu den Niagarafällen, und haben sogar Halloween in Kanada gefeiert. In diesem Beitrag bekommst du unsere komplette Reiseroute für 10 Tage Ostkanada mit Kindern, die schönsten Stopps und kinderfreundlichen Aktivitäten, dazu alle Reisetipps zu eTA, Mietwagen und Kindersitzen sowie unsere kompletten Gesamtkosten von 4.744 Euro für die fünfköpfige Familie.
✅ Das Wichtigste im Überblick
- 📅 Beste Reisezeit: Herbstferien für den Indian Summer, günstiger und leerer als der Sommer, je nach Region 6 bis 25 Grad.
- 🚗 Route: 10 Tage Roadtrip ab Toronto über 1000 Islands, Quebec City und Mont Tremblant bis Niagara, rund 2.800 km.
- 🛂 Einreise: eTA für 7 CAD pro Person vorab online beantragen, auch für Babys, Reisepass 6 Monate gültig.
- 👶 Kindersitze: Europäische Sitze und Babyschalen sind in Kanada nicht erlaubt, direkt beim Mietwagen reservieren (Babyschale rund 80 €).
- 🏨 Unterkunft: Motels statt Hotels, nie mehr als 100 € pro Nacht, in Quebec City ein Apartment für 87 €.
- 💰 Gesamtkosten: 4.744 € für die fünfköpfige Familie, rund 1.186 € pro Vollzahler.
- 💡 Budgetfalle: Preisschilder ohne Steuer, plane 5 bis 15 % Steuer und 15 bis 20 % Trinkgeld dazu.
Ostkanada mit dem Mietwagen erkunden
Kanada mit Kindern im Herbst im Mietwagen zu erkunden, war die beste Entscheidung. Da wir nur zehn Tage Zeit hatten, wäre eine Reise per Öffis leider nicht möglich gewesen, um so viele Orte und Nationalparks zu besuchen. Den Mietwagen hatten wir insgesamt acht Tage, da wir ihn in Toronto nicht gebraucht haben. Für das Auto inklusive Vollkasko haben wir 280 Euro bezahlt. Die Babyschale für 80 Euro sind zusätzlich angefallen, da europäische Kindersitze in Kanada leider nicht zugelassen sind.

Falls du eine Kanada Rundreise mit Kindern planst, solltest du dich auf längere Autofahrten einstellen. Wir haben in zehn Tagen fast 2.800 km zurückgelegt und waren täglich meist 2–4 Stunden im Auto unterwegs. Die Straßen sind in super, und es gibt unterwegs reichlich Fast-Food-Restaurants und andere Rastmöglichkeiten. Tanken ist in Kanada zudem erfreulich günstig gewesen. Haben im Durchschnitt 1.44$ pro Liter bezahlt, dass entspricht laut Wechselkurs zu dem Zeitpunkt 0,97€ pro Liter.
Reisetipps für Kanada mit Kindern
Hier sind die wichtigsten Reisetipps für deine Kanada Reise mit Kindern.
Einreisebestimmungen
Österreichische und deutsche Staatsbürger benötigen eine elektronische Reisegenehmigung (eTA), um per Flugzeug nach Kanada einzureisen. Diese muss pro Person, auch für Babys und Kinder, vorab beantragt und bezahlt werden. Die Kosten für die eTA betragen 7 CAD pro Person. Wir haben unsere ein paar Tage vor der Abreise beantragt und erhielten die Genehmigung bereits nach weniger als 10 Minuten. Ein Ausdruck ist nicht nötig, da die Genehmigung elektronisch am Pass gespeichert wird.
Zusätzlich ist ein Reisepass erforderlich, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.
Kindersitze & Mietwagen
Unseren Mietwagen haben wir einen Monat vor der Abreise gebucht und dann zwei Tage vor der Abreise storniert, um ein neues Angebot zu nutzen, da wir in Toronto auf einen Mietwagen verzichten wollten. Wichtig: Achte auf eine Vollkasko-Versicherung inkl. Glas, Reifen und Unterboden. (wir hatten tatsächlich einen kleinen Unfall).

Beachte außerdem, dass europäische Kindersitze, darunter Babyschalen, in Kanada nicht zugelassen sind. Reserviere daher unbedingt einen Kindersitz direkt bei der Mietwagenbuchung. Für unsere älteren Kinder hatten wir einen mitgebrachten Reisekindersitz (Booster-Sitz).
E-Sim Karte oder Local-Sim Karte
Da wir vor Ort arbeiten mussten, haben wir uns für eine E-SIM-Karte entschieden, die 35 Euro für einen Monat mit unbegrenzten Daten kostete. Sie funktionierte einwandfrei und ermöglichte uns, auf unserem Roadtrip Musik zu streamen und unsere Ziele auf Maps problemlos zu finden. Die meisten Cafés und Unterkünfte bieten jedoch auch WLAN, sodass eine Reise ohne SIM-Karte ebenfalls gut möglich wäre.
Budgetfalle: Preisschilder ohne Steuer!
In Kanada sind die Preise auf den Preisschildern grundsätzlich ohne Steuern angegeben, was beim Einkaufen schnell zur Budgetfalle werden kann. Der tatsächliche Preis an der Kasse ist daher immer höher als der auf dem Preisschild. In Restaurants und in Cafés kommen auch nochmals um die 10-20% Trinkgeld dazu.
Die Mehrwertsteuer in Kanada, auch als GST und HST bekannt, variiert je nach Provinz zwischen 5 % und 15 %. Das bedeutet, dass ein vermeintlich günstiger Artikel an der Kasse plötzlich teurer sein kann als erwartet. Besonders bei Restaurantrechnungen, Hotelübernachtungen und Einkäufen kann das zu unangenehmen Überraschungen führen.
Tipp: Plane bei Einkäufen und Restaurantbesuchen immer etwa 20-30% Zusatzkosten ein, um böse Überraschungen zu vermeiden!
Restaurants & Cafés: Trinkgeld & Steuern
In Kanada kommen bei Restaurantbesuchen zur Steuer oft auch 15-20 % Trinkgeld hinzu, außer in Fast-Food-Ketten wie Tim Hortons. Trinkgeld ist hier Standard und variiert je nach Zufriedenheit mit dem Service. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Kosten eines Restaurantbesuchs oft deutlich höher ausfallen als auf der Speisekarte angegeben, weshalb wir als 5-köpfige Familie meist Fast-Food-Restaurants bevorzugt haben.

Viele Restaurants bieten ein Kindermenü an, das meist um die 10 CAD kostet, was ein richtig guter Preis ist!
Supermärkte & Stores in Kanada
In Ostkanada gibt es mehrere Supermarkt- und Droggerieketten, die für ihre günstigen Preise bekannt sind. Hier sind einige der preiswertesten Optionen. Wir haben in Supermärkten Obst, Gemüse und meist Bagels mit Aufstrichen als Frühstück bzw. für unterwegs eingekauft. In einigen Supermärkten gibt es auch eine Warme-Theke, wo du Pizza, Hühnchen etc. bekommst.

- No Frills
- FreshCo:
- Food Basics
- Walmart
- Metro
- Super C
- Dollarama
- Shoppers
Babywindeln und Babynahrung findest du meist in Supermärkten oder in Drogerien. Wir haben Windeln meist bei „Shoppers“ gekauft.
Herbstferien in Ostkanada
Eigentlich wollten wir bereits im Sommer 2020 mit unseren Kindern Ostkanada per Camper bereisen, doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Nachhinein sind wir darüber froh, denn der Indian Summer – also die Herbstferien in Österreich mit schulpflichtigen Kindern – hat sich für uns als ideales Reiseziel in Kanada herausgestellt. Es ist viel günstiger als im Sommer, es gibt preiswertere Unterkünfte zur Auswahl, und in den Nationalparks und Ausflugszielen ist weniger los. Mücken und andere Insekten sind zu dieser Jahreszeit auch kein Problem, und die Parks mit den bunten Blättern sind einfach traumhaft.

Von den Temperaturen her hatten wir je nach Region zwischen 6 und 25 Grad. Ein Nachteil im Herbst in Ostkanada könnte jedoch sein, dass einige Nationalparks bereits geschlossen haben.
Wohne in Motels statt Hotels
Als 5-köpfige Familie mit drei Kindern haben wir meist in Motels übernachtet. Die Zimmer hatten oft zwei große Doppelbetten und wir haben auf der Reise nie mehr als 100 Euro pro Nacht bezahlt. Bein einigen war sogar das Frühstück inklusive. Falls du länger unterwegs bist, kann es sich lohnen, eine Mitgliedschaft bei einigen Motel-Ketten zu beantragen, um zusätzlich zu sparen.

In Quebec City hatten wir sogar ein kleines Apartment für unter 100 Euro pro Nacht, inklusive Küche und Waschmaschine. So konnten wir unsere Kleidung kostenlos waschen und uns günstige, gesunde Mahlzeiten für Frühstück und Abendessen kochen.
Unsere Ost-Kanada Reiseroute für 10 Tage
Da wir während der Herbstferien nach Kanada geflogen sind, hatten wir nur 10 Tage, um Ostkanada mit unseren Kindern zu erkunden. Circa vier Wochen vor der Anreise haben wir bereits unsere Unterkunft in Quebec City und zwei weitere Unterkünfte gebucht. Den Rest ließen wir bewusst offen, um trotz der kurzen Reisezeit flexibel zu bleiben.
Tag 1: Ankunft in Toronto & Weiterreise zu den 1000 Islands (Gananoque)
Wir sind tagsüber etwa 9 Stunden mit Air Canada direkt von Wien nach Toronto geflogen. Der Flug verging recht schnell, und unser 10 Monate altes Baby hat sogar die Hälfte des Flugs verschlafen. Interessant war auch, dass es bei Air Canada gibt es keinen Gurt (Infant-Belt) für Babys. Ansonsten waren wir sehr zufrieden mit der Airline, dem Bord-Entertainment-Programm und dem Essen. Auch beim Rückflug hatten wir, was die Kinderfreundlichkeit betrifft, erneut gute Erfahrungen mit Air Canada gemacht.


>> Langstreckenflug mit Kindern: Die 10 besten Tipps
Nach unserer Ankunft am Flughafen in Toronto haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Wegen des dichten Verkehrs in Toronto hat die Fahrt zu unserer Unterkunft in Gananoque (1000 Islands) insgesamt knapp 4 Stunden gedauert. Im Motel angekommen, bezogen wir unser Zimmer mit zwei großen Doppelbetten. Nunu und MC haben in einem Bett geschlafen, Philip, Baby Baozi und ich im anderen.

Das Frühstück am nächsten Morgen in der Motellobby war echt super. Frischer Kaffee, Bagels, Toast, Haferflocken, Aufstriche und Joghurt, echt ideal für uns fünf.

Unsere Unterkunft: Riviera Inn And Suites 1000 Island
Empfohlene Nächte: eine Nacht (wir blieben eine Nacht)
Tag 2: 1000 Islands (Gananoque) & Perth
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück sind wir durch Gananoque spaziert. Die Stadt und die 1000 Islands liegen am St. Lawrence River und zählen zu den schönsten und einzigartigsten Reisezielen Nordamerikas. Uns und den Kindern hat es dort richtig gut gefallen. Das kleine Städtchen hat ein tolles Flair, besonders mit den bunt gefärbten Herbstbäumen und dem Laub. Gananoque wird auch als das „Tor zu den 1000 Islands“ bezeichnet, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes sind. Im Park am Hauptplatz haben wir auf einem schönen Spielplatz gespielt, bevor wir uns auf den Weg zum Hafen gemacht haben.


Am Hafen haben wir ein paar Fischer getroffen, die Nunu und MC sogar kurz angeln ließen, was ihnen natürlich super gefallen hat, da sie direkt zwei Fische gefangen haben! Danach ging es für uns auf eine einstündige Bootstour, um einige der 1000 Islands vom Wasser aus zu sehen.

Die Tickets dafür haben wir direkt am Hafen gekauft. In der Hauptsaison würde ich aber besser vorab online buchen. Baby Baozi hat einen Teil der Fahrt entspannt im Buggy verschlafen. Die Bootstour ist absolut empfehlenswert, da man richtig viel sieht und es mit den Farben im Herbst einfach wirklich unglaublich schön ist. Wichtig: Die letzte Tour des Jahres findet übrigens immer am 31. Oktober statt!


Nach der Bootsfahrt haben wir spontan bei „Dollarama“ ein günstiges Halloween-Kostüm für die Kids besorgt, da entlang der Hauptstraße ein „Trick or Treat“-Event stattfand – das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Die Hauptstraße und der Park waren toll mit Halloween-Deko geschmückt, und es gab sogar einen kleinen Markt. Alle Cafés, Restaurants und Läden mit einem Kürbisschild im Fenster verteilten Süßigkeiten. Für Nunu und MC war es natürlich das erste große Highlight der Reise.


Am Boot haben wir eine Familie aus Linz kennengelernt, welche uns Perth schmackhaft gemacht haben, wohin wir auch anschließend weitergefahren sind und auch dort ein Trick or Treat- Fest stattfand. Perth ist ein wahrer Kanada-Geheimtipp und befindet sich nur eine Stunde von der Hauptstadt Ottawa entfernt. Perth ist richtig süß und erinnert an Stars Hollow von Gilmore Girls.
Hier haben wir uns nach Trick or Treating noch einen Pumpkin spiced Latte von Coutts Coffee geholt und sind durch den idyllischen Stewart Park spaziert. Etwas Second Hand Shopping haben wir auch noch bei Spring Childrens gemacht (sehr empfehlenswert). Auch der Store Lida (die Besitzerin ist so lieb) ist einen Besuch wert. Hier gibt es sogar Kinderspielzeug in der Umkleide und ein Spielzeug-Regal, sodass du gemütlich shoppen kannst.
Da wir in der Nähe kein günstiges Motel mehr gefunden haben, sind wir noch 1,5 Stunden später weiter nach Gatineau gefahren, da wir dort spontan eines gefunden hatten.
Unsere Unterkunft: Auberge du Lac Beauchamp
Empfohlene Nächte: 1 (wir blieben eine)
Aktivitäten: Bootstour & Halloween Trick or Treat
Tag 3: Parc Omega & Quebec City
Da wir im Motel kein Frühstück inkludiert hatten, sind wir ins Restaurant Resto L’industriel Café gegangen und haben dort für umgerechnet 46 Euro gebruncht. Vor allem die Egg Benedict waren sehr gut und die Crêpes! Übrigens liegt der Parc Omega bereits im Bundesstaat Quebec, wo 80 % der Kanadier Französisch als Muttersprache sprechen – entsprechend wird hier auch hauptsächlich Französisch gesprochen.

Anschließend ging es für uns in den bekannten Parc Omega, wo wir mit unserem Mietwagen eine Safari gemacht haben. Die Tickets dafür haben wir direkt vor Ort gekauft. Es gibt verschiedene Zeitfenster, die man auch online buchen kann – das würde ich vor allem in der Hauptsaison unbedingt empfehlen. Vorab haben wir im Supermarkt Karotten besorgt (diese kann man alternativ auch im Park kaufen) und durften damit die Rehe direkt durch die heruntergelassenen Autofenster füttern.


Sogar Baby Baozi konnte die Rehe füttern und war total begeistert! Während unserer Auto-Safari durch den Parc Omega haben wir nicht nur Rehe, sondern auch Hirsche, Wildschweine, Bären, Wölfe und Alpakas gesehen. Auf halber Strecke gibt es einen Parkplatz mit einem Café, Restaurant und Shops.


Von dort sind wir kostenlos mit einem Traktor zum dazugehörigen Bauernhof des Tierparks gefahren, wo Nunu und MC Halloween-Masken gebastelt haben. Am Bauernhof gibt es außerdem einen Spielplatz und viele Bauernhoftiere wie Schafe und Pferde zu entdecken.


Im Park selbst kann man auch verschiedene Wanderungen machen, die wir aufgrund der kühlen Temperaturen ausgelassen haben. Der Parc Omega war definitiv ein Highlight für unsere Kinder! Für den Eintritt haben wir zu fünft (Kinder unter 2 Jahren sind frei) rund 100 Euro (148 CAD) bezahlt. Insgesamt haben wir knapp 3,5 Stunden im Park verbracht – dort könnte man problemlos einen ganzen Tag verbringen.
Anschließend sind wir knapp 3 Stunden 40 Minuten weiter nach Québec City gefahren, wo wir unser kleines Apartment, welches wir vorab über booking.com gebucht hatten, bezogen haben. Kostenlosen Parkplatz gab es vor der Tür. Eine gut ausgestattete Küche, Waschmaschine und Trockner (der war leider kaputt), und ein Doppelstockbett. So konnten wir selbst Frühstück und Abendessen kochen und Wäsche waschen.

Das Apartment war klein und gemütlich eingerichtet und hat sogar nur 87 Euro/Nacht gekostet! Ein Schnäppchen für Québec!
Unsere Unterkunft: WOW – Loft Vieux-Limoilou à proximité Vieux-QC!
Empfohlene Nächte: 2-3 (wir blieben 2 Nächte)
Tag 4: Parc de la Chute-Montmorency & Québec City
Wir haben unseren Tag mit einem Besuch des Parc de la Chute-Montmorency gestartet. Normalerweise kostet der Eintritt etwa 10 CAD pro Erwachsenen (Kinder bis 17 Jahren haben freien Eintritt). Da wir jedoch so früh dort waren, hat uns der Mitarbeiter an der Kasse einfach weiter auf den Parkplatz gewunken. Ein kleiner Glücksmoment zu Beginn unseres Ausflugs.

Mit der Seilbahn (gegen Aufpreis) sind wir entlang des beeindruckenden Wasserfalls hinauf auf den Berg gefahren. Oben angekommen, haben wir einen kleinen Spaziergang durch den Nationalpark gemacht und dabei auch einen Spielplatz entdeckt. Zurück am Visitor-Center, wo wir die Seilbahntickets gekauft hatten, haben die Kinder noch ausgelassen mit neuen Freunden am Spielplatz gespielt. Der Parc de la Chute-Montmorency ist definitiv einen Besuch wert und liegt nur 10 Minuten Autofahrt vom Zentrum von Québec entfernt – perfekt für einen Ausflug mit Kindern!



Anschließend ging es weiter in die Innenstadt, wo wir direkt vor dem „The Plains of Abraham Museum“ einen günstigen Parkplatz für 10 CAD pro Tag gefunden haben – ein Glücksgriff, denn Parken in kanadischen Städten ist oft sehr teuer. Zu Mittag haben wir im Restaurant Poutineville gegessen und dabei die wohl berühmteste kanadische Fast-Food-Spezialität probiert: Poutine. Das sind Pommes mit Käse und Bratensoße. Klingt ungewöhnlich, war aber richtig gut! 🥰


Danach haben wir noch eine große Stadtwanderung auf eigene Faust unternommen. Unsere Highlights: das Quartier Petit Champlain, eine süße Einkaufsstraße in der Altstadt mit vielen Cafés und liebevoller Halloween-Deko, der Spielplatz am Hafen und die bekannte Citadelle.



Zwischendurch haben wir auch ein Ahornsirup- und ein Popcorn-Tasting gemacht, bevor es zurück in unser gemütliches Apartment ging.
Tag 5: Quebec City & Weiterfahrt nach Mont Tremblant Village
Wir haben den Tag mit einem Frühstück zu Hause und einem anschließenden Kaffee im Familienviertel von Québec begonnen, in dem wir auch gewohnt haben. Im süßen Café „Oui Oui“ haben wir den Tag entspannt begonnen.
Danach ging es in die Innenstadt, wo wir das „Plains of Abraham Museum“ besuchten. Das Museum erzählt die Geschichte von Québec und vom damaligen Krieg zwischen Frankreich und Großbritannien. Besonders für Kinder ist es super geeignet, da es viele Rätsel und interaktive Ausstellungsstücke zum Anfassen gibt. Ein Highlight: Man konnte sich sogar verkleiden! Wir haben viel dazugelernt und hatten richtig Spaß.



Anschließend sind wir von Quebec City fast 4 Stunden nach Mont Tremblant Village gefahren, einem kleinen Ort in den Bergen. Dort haben wir in einem Hostel eingecheckt, wo uns die nette Dame an der Rezeption sogar ein Upgrade auf ein größeres Zimmer gegeben hat. Das Hostel war sauber und hatte geteilte Badezimmer, eine Gemeinschaftsküche und eine Bar mit Billardzimmer. Besonders schön war, dass wir dort andere Reisende kennengelernt haben.


Im Ort selbst sind wir gemütlich spazieren gegangen und haben freilaufende Rehe mit Äpfeln gefüttert, die wir von den Apfelbäumen am Weg gesammelt hatten. Am See, der im Sommer ein beliebtes Freibad ist, haben wir kurz Pause gemacht. Es gibt auch einen kleinen Supermarkt sowie ein paar Cafés und Restaurants. Im Herbst ist es hier sehr ruhig, ein paar Fahrradfahrer:innen waren unterwegs, und es gibt sogar einen Bikepark für Kinder. Fahrräder kann man vor Ort einfach ausleihen. Gleich neben einem Eislaufplatz haben wir einen großen Spielplatz entdeckt, den die Kinder geliebt haben. Es gibt auch einige Wanderwege, welche direkt vom Ort aus weggehen. Ein richtig süßer Ort!



Tipp: Etwa 20 Minuten entfernt liegt die größere Stadt Mont Tremblant. Dort findest du einen kinderfreundlichen Park mit Spielplatz, mehrere Restaurants und Supermärkte – perfekt für einen Ausflug!
Unsere Unterkunft: Auberge Manitonga
Empfohlene Nächte: 1-3 (wir blieben eine)
Tag 6: Mont Tremblant & Perth
Nach dem Frühstück und Check-out sind wir ins knapp 20 Minuten entfernte Skidorf Tremblant gefahren. Dort haben wir einen gemütlichen Spaziergang durch den Ort gemacht und eine 45-minütige Mini-Wanderung durch den Wald unternommen, die uns von der Mitarbeiterin des Hostels empfohlen wurde. Die Kinder haben sich im Wald richtig ausgetobt, Blätter gesammelt und mit ihrem neuen Freund aus Frankreich Fangen gespielt. Baby Baozi hatten wir in der Trage mit dabei. Im Oktober war das Dorf überraschend leer – ganz anders als im Winter oder Sommer, wenn Tremblant sehr belebt ist und sich ebenfalls toll mit Kindern erkunden lässt.


Gegen Mittag sind wir bereits weitergefahren. Nach einer etwa 3-stündigen Fahrt haben wir die Provinz Quebec verlassen und sind zurück nach Ontario gefahren. Dort haben wir uns erneut mit der Linzer Familie in Perth getroffen und waren anschließend bei ihnen zum Abendessen eingeladen. Übrigens hatte es an diesem Tag ungewöhnlich warme 24 Grad – für Oktober ein echtes Highlight!

Danach ging es weitere 1,5 Stunden nach Kingston, wo wir unser Motel bezogen haben. Dieses haben wir erst am selben Tag gebucht und nur 100 Euro pro Nacht inklusive Frühstück bezahlt.

Unsere Unterkunft: Days Inn by Wyndham Kingston
Empfohlene Nächte: 1-2 (wir blieben eine)
Tag 7: Kingston & Niagara on the Lake
Nach dem Frühstück sind wir in die Innenstadt von Kingston gefahren und haben unser Auto für zwei Stunden an der Straße geparkt. Mit nur 1,50 CAD pro Stunde waren die Parkgebühren hier bisher am günstigsten. Kingston ist eine richtig coole Stadt in Kanada, die ich definitiv wieder mit den Kindern besuchen würde. Nachdem wir uns einen Kaffee bei der hippen Kaffee-Kette Balzac geholt haben, sind wir die Hauptstraße entlang Richtung Hafen spaziert. Dort gibt es zahlreiche Shops, darunter auch Kinderspielgeschäfte. Beim nächsten Kingston-Besuch wollen wir unbedingt das Fort Henry besuchen, das für Kinder besonders spannend sein soll.


Da wir Halloween in Niagara-on-the-Lake feiern wollten, sind wir relativ bald knapp vier Stunden weitergefahren. Niagara-on-the-Lake gehört zu den schönsten Dörfern und Weingegenden in Ontario und liegt nicht weit von Toronto entfernt. Nach etwas Suche haben wir einen kostenlosen Parkplatz ein paar Häuserreihen entfernt gefunden, da die erste Stunde Parken hier 5,50 CAD gekostet hätte. Die Gegend ist bekannt für ihre Weingüter, die uns diesmal jedoch weniger interessiert haben – dafür haben uns die süßen Häuser, die Restaurants und der Park mit Spielplatz gefallen. Hier haben wir fast zwei Stunden verbracht. Die Atmosphäre erinnert total an Gilmore Girls!


Am Abend stand dann das Highlight an: Halloween! Ich hatte vorab recherchiert, wo man das Fest mit Kindern am besten feiern kann, und einen Tipp für ein familienfreundliches Viertel in Niagara-on-the-Lake bekommen. Wir sind dorthin gefahren und haben das beste Halloween aller Zeiten erlebt!


Die Siedlung war unglaublich liebevoll dekoriert, und die Bewohner:innen saßen vor ihren Häusern, um Süßigkeiten zu verteilen. Manche Häuser waren richtig aufwendig geschmückt, und alle waren unglaublich freundlich zu uns. Da es sich um eine private Siedlung handelt, verrate ich den genauen Standort hier nicht. Wir kamen mit 1,5 Taschen voller Süßigkeiten und unvergesslichen Erinnerungen nach Hause!

Gut 1 Stunde später sind wir in die günstigste Unterkunft unserer gesamten Reise gefahren: ein Motel direkt in Niagara Falls für nur 67 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Fürs Parken kamen noch einmal 15 CAD für den Aufenthalt dazu – ein echtes Schnäppchen!
Unsere Unterkunft: Days Inn by Wyndham Niagara Falls Near The Falls
Empfohlene Nächte: 1-2 (wir blieben eine)
Tag 8: Niagara Falls & Toronto
Das Frühstück im Motel war in Ordnung. Besonders gefreut hat uns, dass es für Baby Baozi sogar zuckerfreies Porridge mit Früchten gab! Nach dem Check-out sind wir gemütlich zu Fuß knapp 25 Minuten zu den berühmten Niagarafällen spaziert – auch mit Kinderwagen super erreichbar. Die Niagarafälle selbst sind beeindruckend, aber die Atmosphäre wird leider durch den großen Vergnügungspark davor etwas gestört. Unsere Kinder fanden die Fahrgeschäfte natürlich spannend, aber das Flair geht dadurch etwas verloren. Besonders schön im Herbst sind die bunt gefärbten Blätter der umliegenden Bäume.

Es war angenehm ruhig, da wir außerhalb der Hauptsaison dort waren. Auf eine Bootsfahrt oder die Attraktion „Behind the Falls“ haben wir verzichtet, da uns das Geld dafür nicht wert war – vor allem, weil wir schon viele beeindruckende Wasserfälle gesehen haben. Der Zutritt zu den Niagarafällen ist übrigens kostenlos! Nach ein paar Fotos sind wir zurück zum Motel spaziert und haben uns auf den Weg zum Flughafen in Toronto gemacht, um den Mietwagen zurückzugeben.


Auf halber Strecke sind wir in einem kleinen Ort für eine Mittagspause stehen geblieben. Leider hat Philip am Parkplatz einen Beton-Abgrenzer übersehen und ist drüber gefahren, wodurch der Unterboden des Autos beschädigt wurde. Wir mussten abgeschleppt werden, konnten aber wegen der Anzahl der Personen nicht im Abschleppwagen mitfahren. Stattdessen hat uns ein hilfsbereiter Mann zur nächsten Bushaltestelle gebracht. Von dort ging es mit dem Go-Bus etwa 50 Minuten zum Bahnhof und weiter eine Stunde mit dem Zug nach Toronto. Zum Glück hatten wir eine Vollkasko-Versicherung, die hoffentlich den Schaden abdeckt.

In Toronto angekommen, haben wir im super zentralen und kinderfreundlichen Chelsea-Hotel eingecheckt. Die Kids durften beim Kinder-Check-In ein kleines Spielzeug aussuchen, und es gibt sogar einen eigenen Kinderbereich mit Pool und Spielzimmer. Wir hatten ein echtes Schnäppchen: Zu fünft haben wir nur 128 Euro pro Nacht bezahlt. Absolut empfehlenswert!



Unsere Unterkunft: Hotel Chelsea
Empfohlene Nächte: 2-4 (Wir blieben zwei)
Tag 9: Toronto
Nach einem selbstgemachten Frühstück im Zimmer (Bagels und Porridge, da wir kein Frühstück inkludiert hatten) ging es für uns mit der U-Bahn in den Hyde Park. Dort haben wir zwei richtig coole Spielplätze entdeckt und auch den kostenlosen Zoo besucht.



Mittags haben wir uns in einem Ramen-Lokal gestärkt, bevor wir durch Chinatown geschlendert sind und anschließend den einen Harry-Potter-Store besucht haben. Direkt gegenüber befindet sich die Community-Bastelecke in der „Art Gallery“ Toronto, die auch für Nicht-Gäste kostenlos ist. Hier konnten die Kinder basteln, während Baby Baozi begeistert im Holzkanu gespielt hat.


Zum süßen Abschluss haben wir im „Le Gourmand“ den angeblich besten Schokocookie der Welt probiert und ja, er war wirklich sehr gut! Den sonnigen Herbsttag haben wir dann auf einem Spielplatz hinter dem Museum ausklingen lassen, wo wir eine nette Familien aus Frankreich kennengelernt haben.


Abends waren wir noch im Hotelpool und in der Spielecke, somit ein perfekter Tag für uns alle!
Tag 10: Toronto & Heimflug nach Wien
Nach einem weiteren Bagel-Frühstück im Zimmer waren wir nochmal mit den Kindern im Pool und in der Spielecke, bevor wir ausgecheckt haben. Im Hotel konnten wir unser Handgepäck kostenlos lagern.


Da wir so zentral gewohnt haben, konnten wir bequem zu Fuß zum Royal Ontario Museum (ROM) spazieren – ein echter Geheimtipp für Toronto mit Kindern! Der Eintritt ist zwar nicht ganz günstig, da Kinder ab 4 Jahren zahlen müssen, aber mit unserer Hotelkarte haben wir 20 % Rabatt erhalten und insgesamt 50 Euro bezahlt. Das Museum ist fantastisch für Familien gestaltet: Auf verschiedenen Stockwerken gibt es spannende Themen wie Dinosaurier, Tiere oder Ägypten, und überall laden Mitmach-Stationen zum Ausprobieren ein. Besonders toll fanden wir den riesigen Spielbereich im 3. Stock, der auch Spielzeug für Babys und Kleinkinder bietet. Das ROM ist auf jeden Fall eine große Empfehlung und perfekt für einen Besuch mit Kindern in Toronto.



Nach dem Museum haben wir nochmal günstig Ramen gegessen, bevor wir ins Hotel zurück sind, um unser Gepäck abzuholen. Von dort aus sind wir zu Fuß zur Union Station gegangen, von wo alle 15 Minuten ein Zug direkt zum Flughafen fährt. Die Fahrt dauert nur 25 Minuten, und wir haben 8 Euro pro Erwachsenen bezahlt. Kinder bis 17 Jahre fahren sogar kostenlos.
Am Flughafen Toronto waren wir zwei Stunden vor Abflug. Dank unseres Handgepäcks ging es schnell durch die Sicherheitskontrollen. Vor dem Boarding konnten wir uns noch einen Snack in der Lounge holen (kostenlos dank unserer Reisekreditkarte), bevor wir unseren Nachtflug mit Air Canada angetreten haben. Unsere älteren Kinder durften bis zum Abendessen einen Film schauen, und Baby Baozi hat den gesamten Flug verschlafen. Morgens in Wien angekommen, sind Nunu und MC direkt weiter in die Schule und den Kindergarten, da sie bis auf 2 Stunden den gesamten Flug durchgeschlafen hatten. Eine wirklich angenehme Heimreise!
Ost-Kanada mit Kindern günstig bereisen: Unsere Gesamtausgaben
Kanada ist kein Low-Budget-Reiseziel, besonders nicht für Familien mit mehreren Kindern. Dennoch haben wir es geschafft, mit einem überschaubaren Budget zu reisen. Dank günstiger Flüge in den Herbstferien und kluger Planung haben wir insgesamt 4.744,57 Euro ausgegeben. Da unser Baby Baozi mit seinen 10 Monaten am wenigsten gekostet hat (besonders beim Flug), entspricht das für vier Vollzahler einem Durchschnitt von 1.186,14 Euro pro Person – ein wirklich guter Preis für Kanada!
Unsere Ausgaben im Überblick:
- Flüge: Für die Direktflüge mit Air Canada von Wien nach Toronto haben wir zu fünft 2.540 Euro gezahlt.
- Unterkünfte: Überraschen günstig – insgesamt nur 824 Euro, inklusive eines tollen Hotels in Toronto.
- Restaurants: Da wir häufig in Motels übernachtet haben, waren wir oft Essen – meist Fast Food. Kostenpunkt: knapp 300 Euro.
- Aktivitäten: Kanadische Museen und Eintritte sind teuer, da Kinder oft ab 4 Jahren zahlen. Insgesamt: 276 Euro.
- Supermärkte: Da uns gesunde Ernährung wichtig ist, haben wir viel Obst und Gemüse eingekauft. Kosten: 131 Euro.
Kanada ist teurer als andere Reiseziele, aber mit etwas Planung und Kompromissen (z. B. Motel statt Hotel oder Resort) ist es durchaus möglich, mit einem fairen Budget zu reisen.
In der Grafik findest du alle Ausgaben nochmal übersichtlich aufgelistet! 😊

Unsere Erfahrungen & Fazit: Ost-Kanada mit Kindern in den Herbstferien
Kanada ist meiner Meinung nach ein perfektes Reiseziel für schulpflichtige Kinder, da es sich sowohl in den Sommer- als auch in den Herbstferien wunderbar bereisen lässt. Oft werde ich gefragt, ob sich Kanada auch für nur 10 Tage lohnt. Absolut! Da das Land riesig ist, konzentriert man sich sowieso auf eine Region, was selbst für einen kürzeren Roadtrip völlig ausreicht – vorausgesetzt, die Kinder sind gerne länger im Auto unterwegs.
Auch mit unserem 10 Monate alten Baby haben wir auf unserem Kanada-Roadtrip unglaublich viel erlebt: von atemberaubenden Nationalparks bis hin zu spannenden Städten. Beim nächsten Mal würde ich auf jeden Fall auch Montreal erkunden.
Mit ein paar Tricks lässt sich Kanada auch mit kleinerem Budget bereisen, vor allem außerhalb der Sommerferien. Ein besonderes Highlight für unsere Kinder war das Feiern von Halloween – ein echtes Erlebnis! Etwas enttäuschend fanden wir allerdings die Umgebung der Niagara-Fälle, da der Vergnügungspark vor Ort nicht wirklich zum Naturwunder passt.
❓ Häufige Fragen zu Ostkanada mit Kindern
Lohnt sich Ostkanada mit Kindern für nur 10 Tage?
Ja, 10 Tage reichen für eine entspannte Ostkanada-Rundreise, wenn du dich auf eine Region konzentrierst. Wir sind in dieser Zeit von Toronto über die 1000 Islands, Quebec City und Mont Tremblant bis zu den Niagarafällen gefahren. Voraussetzung ist nur, dass deine Kinder gerne etwas länger im Auto sitzen, denn pro Tag waren wir 2 bis 4 Stunden unterwegs.
Was kostet eine Ostkanada-Rundreise mit Kindern?
Unsere 10-tägige Reise hat für die ganze fünfköpfige Familie 4.744 Euro gekostet, das sind rund 1.186 Euro pro Vollzahler. Der größte Posten waren die Flüge mit 2.540 Euro, die Unterkünfte schlugen dank Motels mit nur 824 Euro zu Buche. Mit Herbstferien-Flügen und Motels statt Hotels lässt sich Kanada also auch mit Familie fair bereisen.
Wann ist die beste Reisezeit für Ostkanada mit Kindern?
Wir empfehlen die Herbstferien zum Indian Summer, weil es günstiger und leerer ist als im Sommer und die bunten Wälder traumhaft aussehen. Mücken sind dann kein Thema mehr und wir hatten je nach Region 6 bis 25 Grad. Ein Nachteil ist, dass manche Nationalparks im Herbst bereits geschlossen haben.
Braucht man für Kanada mit Kindern eine eTA?
Ja, österreichische und deutsche Staatsbürger brauchen für die Einreise per Flugzeug eine elektronische Reisegenehmigung (eTA), und zwar pro Person inklusive Babys und Kinder. Sie kostet 7 CAD, wird vorab online beantragt und war bei uns in unter 10 Minuten genehmigt. Ein Ausdruck ist nicht nötig, die Genehmigung wird elektronisch am Reisepass gespeichert.
Sind europäische Kindersitze in Kanada erlaubt?
Nein, europäische Kindersitze und Babyschalen sind in Kanada nicht zugelassen. Reserviere deshalb den Kindersitz direkt bei der Mietwagenbuchung, die Babyschale hat bei uns rund 80 Euro extra gekostet. Einen Booster-Sitz für größere Kinder darfst du dagegen problemlos selbst mitbringen.
Wie viele Kilometer fährt man bei einer Ostkanada-Rundreise?
Auf unserer 10-Tage-Route haben wir rund 2.800 Kilometer zurückgelegt, also täglich 2 bis 4 Stunden im Auto. Die Straßen sind gut ausgebaut und es gibt unterwegs reichlich Rastmöglichkeiten. Tanken ist günstig, wir haben umgerechnet rund 0,97 Euro pro Liter bezahlt.
Welche Orte lohnen sich in Ostkanada mit Kindern?
Unsere Highlights waren die 1000 Islands bei Gananoque, das historische Quebec City, der Parc Omega mit Auto-Safari und das ruhige Mont Tremblant Village. Für Halloween war Niagara-on-the-Lake unschlagbar. Toronto eignet sich mit High Park, Zoo und dem Royal Ontario Museum perfekt als Start oder Abschluss.
Wie teuer ist Essen in Kanada und wie viel Trinkgeld gibt man?
Rechne im Restaurant immer mit mehr, als auf der Karte steht, weil 5 bis 15 % Steuer und meist 15 bis 20 % Trinkgeld dazukommen. Ausgenommen sind Fast-Food-Ketten wie Tim Hortons. Ein Kindermenü kostet oft rund 10 CAD, als fünfköpfige Familie haben wir trotzdem meist Fast Food gewählt und im Supermarkt eingekauft.
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Ich bin Jenny, Mama von drei Kindern und reise mit meiner Familie durch die Welt. Auf nunu-reist.at findest du ehrliche Tipps und Erfahrungen für Familienreisen, aus erster Hand und aus über 100 bereisten Ländern.


2 Kommentare
Da sind ein paar hilfreiche Tipps dabei. Danke!
Aber:
Da wir häufig in Motels übernachtet haben, waren wir oft Essen – meist Fast Food. Da uns gesunde Ernährung wichtig ist, haben wir viel Obst und Gemüse eingekauft.
Was denn nun?
Naja, beides. Waren oft essen aber echt fast nur Fast Food und haben deswegen viel Obst und Gemüse eingekauft, da normale Restaurants echt teuer sind bzw. uns zu teuer waren.